a. Allgemeine Bemerkungen
der Untersuchung in den Text hinein, und doch kann ihre
Mitteilung oft wünschenswert und nützlich erscheinen. Dahin
gehören zB. ausführlichere Literaturangaben, geschichtliche
Notizen, sprachliche oder sachliche Erläuterungen zu einem
Texte, längere Beispiele, Berücksichtigung abweichender
Meinungen, fremdsprachige Zitate, die im Text nicht gut
wiedergegeben werden können, auch der Wortlaut eines
längeren Zitates, das im Text nur inhaltlich angeführt
wurde, u. dgl.
4. Für derartige nebensächliche Dinge würden nun die
Anmerkungen an und für sich einen geeigneten Platz bieten.
Es würde aber auch bei diesem Verfahren bald der Übel-
stand einer zu großen Häufung der außer dem Text stehen-
den Notizen sich zeigen. Daher erscheint es ratsamer, auch
bei solchen Nebenpunkten zu unterscheiden zwischen den
Bemerkungen, die zur Erläuterung des im Texte Gesagten
unmittelbar dienlich sein können, und anderen nur lose
mit dem Text zusammenhängenden Angaben. Erstere lassen
sich bei der Drucklegung durch Kleindruck vom Text unter-
scheiden, ohne daß sie unter dem "Text ihren Platz er-
halten. Nur jene gelegentlichen Bemerkungen der zweiten
Art kommen als Anmerkungen unter dem Text zu stehen.
Weniger empfehlenswert dürfte die Weise sein, die zB. von
Theodor Zahn und Johannes Belser in ihren Einleitungen in das Neue
Testament befolgt wurde, nämlich alle zu einem längeren Kapitel ge-
hörigen Bemerkungen bis auf das Ende des Kapitels zu versparen und
sie dort als Anhang zum Text zusammen unter eigenen Nummern vor-
zulegen, durch die im Text auf diese Anmerkungen verwiesen, wird.
Eine notwendige Folge dieses Verfahrens macht sich bein Lesen eines
solchen Werkes sofort in sehr unliebsamer Weise bemerkbar: man ist
genötigt, alle Augenblicke etwa 20 oder 30 Seiten umzublättern, um
von dem Inhalt der Anmerkung Kenntnis zu nehmen, und dann den
unterbrochenen Text bei der nicht leicht erkennbaren kleinen Ziffer
wieder aufzunehmen. Wollte man zuerst den Text zu Ende lesen und
dann die Anmerkungen im Zusammenhang durchnehmen, so würde die
Verwirrung bei der Lektüre nur noch größer werden.
Es dürfte wohl praktischer und übersichtlicher sein, im Text
selbst an der gehörigen Stelle mit neuem Absatz’ die wünschenswerte
erläuternde Bemerkung in Kleindruck folgen zu lassen. Nur wäre
darauf zu achten, daß solche Bemerkungen nicht den Gedankengang
9897