2» Allgemeine Bemerkungen
weisen: zB. einen Vaticanus bezeichne man mit V, einen
Monacensis mit M, einen Parisinus mit P. Die verschiedenen
Schreiber innerhalb derselben Handschrift (prima,
secunda, tertia manus) bezeichnet man mit den Exponenten
! 23; die ursprüngliche Lesart einer Handschrift zum
Unterschied von einer späteren Korrektur wird durch ein
Sternchen * angedeutet: V*. Mehrere Handschriften derselben
Bibliothek können durch kleine Buchstaben - Exponenten
notiert werden.
ß) Für die Übersetzungen, sofern sie als Textzeugen
in Betracht kommen, empfiehlt es sich, die großen
Buchstaben des deutschen oder des griechischen Alphabetes
zu nehmen, und die Handschriften der Übersetzung
mit einem Exponenten zu bezeichnen, wenn nicht schon
andere Siglen für dieselben allgemein üblich sind, wie zB.
bei der Septuaginta und der Vetus Latina.
y) Für Handschriftengruppen kann man die
großen lateinischen Buchstaben in Fettdruck anwenden, für
alle Handschriften das‘ Sigel 0.
d) Herausgeber oder Mitarbeiter werden im
Apparat am einfachsten mit den ersten zwei Buchstaben
ihres Namens bezeichnet: Di für Dindorf,
b) Die Wahl der übrigen Zeichen. a) Zur Bezeichnung
der Zusätze, Auslassungen und Umstellungen
empfiehlt X. Krumbacher (p. 123 Anm. 1) die
Beibehaltung der Abkürzungen add. (= addit, addunt), om.
(= omittit, omittunt), transp. (= transponit, transponunt).
0. Stählin hält dagegen für zweckmäßiger die Zeichen +
für Zusätze, — für Auslassungen, — für Umstellungen, weil
die Bedeutung dieser Zeichen sich ohne weiteres erraten
Jäßt (p. 425 8 25).
ß) Die Trennung der Varianten zum selben Wort
des Textes ist durch die Siglen allein, ohne jede Interpunktion
deutlich genug gekennzeichnet; für die Trennung
der verschiedenen Bemerkungen des Apparates innerhalb
derselben Textzeile ist die Anwendung eines senkrechten
Striches | zweckmäßiger, als die Unterscheidung durch ein
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