Korrekturregeln. Korrekturzeichen
Verfasser sich zwar seine eigenen Zeichen wählen. Voraus-
gesetzt daß er deutlich und konsequent dieselben verwendet,
wird der Setzer keine besonderen Schwierigkeiten haben.
Es ist aber doch ratsam, die konventionellen Zeichen für
die Korrekturen zu kennen und sich an dieselben zu hal-
ten, solange man nichts Besseres an deren Stelle zu
setzen hat.
Die häufiger vorkommenden Zeichen sind folgende:
1. Ein überflüssiger Buchstabe oder ein überflüssiges
Satzzeichen oder Wort wird im Text durchstrichen und
am Rande durch ein geschweiftes d (== deleatur) als zu
tilgen bezeichnet.
9. Ein Buchstabe oder Wort, das im Text auf den
Kopf gestellt ist, wird durchstrichen und am Rande mit
einem geschweiften v (== vertatur) als umzuwenden be-
zeichnet.
3. Ein falscher Buchstabe oder ein falsches Wort
wird im Text durchstrichen und am Rande neben dem
gleichen Zeichen richtig wiederholt. Zur Unterscheidung
von anderen Zeichen in derselben Zeile fügt man dem
Strich am oberen oder unteren Ende ein oder mehrere
Häkchen hinzu.
4. Die unrichtige Wortfolge wird bei zwei Worten
durch das einfache Umstellungszeichen, bei mehreren durch
Bezeichnung mit arabischen Zahlen im Text berichtigt und
am Rande durch Wiederholung des Zeichens und der
Zahlen (ohne die Worte) dem Setzer angemerkt.
5. Sind zwei zusammengehörige Worte oder Wortteile
durch den sog. Ausschluß irrtümlich getrennt worden,
so verbindet man den ersten und letzten Buchstaben mit
einem kleinen Bogen über und unter der Zeile (ZT).
6. Ist dagegen irrtümlich etwas verbunden worden,
was getrennt bleiben muß, so werden die beiden Buch-
staben durch einen senkrechten Strich mit einem umge-
kehrten kleinen Bogen über und unter der Zeile oder durch
zwei parallele senkrechte Striche als voneinander zu trennen
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