Seitenüberschriften. Inhaltsverzeichnisse ®
Angaben nicht bloß bei historischen Werken und bei den
biblischen Büchern als zweckmäßig erscheinen lassen. Aber
auch wenn der obere Rand, wie zB. in Nestles Novum
Testamentum, nur die Angabe des biblischen Buches ent-
hält, wird doch von diesem in editionstechnischen Dingen
erfahrenen Herausgeber die äußere obere Ecke mit Recht
für die Notierung von Kapitel und Vers benutzt.
Innerhalb des gleichen Bandes muß stets die gleiche Seitenzählung
weitergeführt werden. Welche Konfusion beim Zitieren verursacht zB.
Alfred Loisys „L’enseignement hbiblique“ mit der bei jedem Faszikel
neu beginnenden Paginierung! Auch bei einem mehrere Bände um-
fassenden Werke, deren Inhalt durch, einen gemeinsamen Index er-
schlossen werden soll, ist die Fortführung der gleichen Seitenzählung
zu empfehlen, wenigstens wenn die Zahl der Bände nicht zu groß ist.
Die Angaben des Index werden dadurch bedeutend vereinfacht und
erleichtert (0. Stählin 416).
Außer den Seitenüberschriften bringt man noch wohl die soge-
nannten Marginalien oder kleinen Noten am äußeren oder inneren
Rande oder auch Ziffern zum Bezeichnen der Zeilenzahl an. Nach
dem deutschen Buchdruckertarif ($ 28) werden solche Marginalien und
Zeilenzähler bis zur Breite von neun Nonpareille-Buchstaben als zur
Formatbreite gehörend berechnet; bei breiteren Marginalien kommt
ein Aufschlag von 100 Prozent hinzu. Außerdem wird dem Setzer
noch für die sogenannte Justierung 1 Mark pro Bogen vergütet. Mit
Rücksicht auf diese erhebliche Verteuerung des Satzes wird man
breitere Marginalien nur dann anwenden, wenn einem höheren Ver-
kaufspreis nichts im Wege steht und das Interesse der Arbeit und die
Übersichtlichkeit wesentlich gefördert wird.
In textkritischen Ausgaben ist es praktisch, am linken
Rand die Zeilenzahlen 5, 10, 15... und eventuell die Seitenzahlen
früherer Ausgaben oder auch die führenden Handschriften zu ver-
merken; am rechten Rande jeder Seite finden die Kapitel-, Para-
graphen- und Verszahlen ihren Platz, wenn man nicht lieber statt des
linken und rechten Randes die inneren und äußeren Ränder unter”
scheiden will (vgl. O0. Stählin 417—9).
Erwähnt sei noch, daß jeder Druckbogen auf der ersten Seite
unter dem Text links mit dem kürzesten Haupttitel des Buches, der
sog. Norm oder Signatur, und rechts mit der Bogenzahl bezeichnet
wird, Sie dienen zur leichteren Kennzeichnung und Unterscheidung
der einzelner. losen Bogen.
96. Inhaltsverzeichnisse. 1. Die Rücksicht auf
zweckmäßige Einrichtung und praktische Brauchbarkeit darf
315