S Zugaben zum gedruckten Text
auch bei wissenschaftlichen Werken nicht außer acht ge-
lassen werden. Sie müssen deshalb zunächst selbstver-
ständlich ein gewöhnliches Inhaltsverzeichnis nach der
Reihenfolge und Anordnung des Stoffes haben. Es ist
dabei zu empfehlen, nicht bloß die Überschriften der Kapitel
und die Hauptabschnitte wiederzugeben, sondern auch auf
die einzelnen Paragraphen und Nummern einzugehen, um
so einen raschen Überblick über den ganzen Inhalt der
Schrift zu ermöglichen und auch auf die behandelten De-
tailfragen aufmerksam zu machen. Dabei genügt es nicht,
einfach die Nummern. der Kapitel und Paragraphen und
einzelnen Abschnitte zu verzeichnen, oder bloß die Anfangs-
seite zu notieren. Man sollte überall die Seitenzahl, und
zwar mit Anfangs- und Schlußseite angeben, um den Über-
blick so genau als möglich zu gestalten.
Dieses erste allgemeine Inhaltsverzeichnis kann man
schon nach dem Manuskript herstellen und die Seitenan-
gaben bei der Korrektur hinzufügen. Seinen Platz erhält
es am zweckmäßigsten nach dem Vorwort und vor dem
Beginn des eigentlichen Textes. Da es in allgemein üb-
licher Weise mit römischen Zahlen paginiert wird, kann es
ohne Schwierigkeit nach Beendigung des Textdruckes ge-
setzt werden.
2. Außer dem allgemeinen Inhaltsverzeichnis ist in
den meisten Fällen bei wissenschaftlichen Werken auch ein
alphabetisches Register sehr wünschenswert. Man
beginnt mit demselben erst während der Drucklegung, aber
sofort nachdem man den ersten Reinbogen (Aushängebogen)
erhalten hat. Man notiert beim Durchlesen desselben jeden
einzelnen Namen der vorkommenden Personen, Gegenstände
und Orte, unter Umständen auch die sprachlichen Formen,
die Zitate oder andere Punkte, die man registrieren will,
nebst der zugehörigen Seitenzahl (eventuell auch der Zeilen-
zahl) auf je einem kleinen Zettel. Dabei übergehe man
nichts, was irgendwie bedeutsam erscheint oder für die
verschiedenen Klassen von Lesern von Interesse sein kann.
Man scheue auch nicht davor zurück, in zweifelhaften Fällen
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