Literaturverzeichnis. Vorwort 2
aus den Umständen und der Natur der einzelnen Arbeit
entscheiden lassen.
5. Ihren Platz erhält die Literaturübersicht am besten
nach dem Inhaltsverzeichnis und vor dem eigentlichen Text.
Jedenfalls sollte man es nicht einfach mit den Ausführungen
des Vorwortes oder der Einleitung verbinden, weil das
Aufsuchen der Literatur und ihrer Abkürzungen dadurch
oft erheblich erschwert wird.
98. Vorwort. Ein gutes Vorwort, wenn es auch nur
kurz ist, hat seine volle Berechtigung und sollte in keiner
Schrift fehlen.
1. Zweck des Vorwortes ist es vorzüglich, über die Ent-
stehung des Buches in Kürze dasjenige zu berichten, was
für weitere Kreise von Interesse sein kann; ferner sich
über den besonderen Zweck einer Schrift und die nähere
Begrenzung ihres Themas sowie die Anlage der Arbeit
auszusprechen, soweit dies nicht in der Einleitung der
Arbeit geschehen kann; endlich auch persönlichen Bemer-
kungen von allgemeinerem . Interesse sowie der Dankes-
pflicht für Teilnahme und Unterstützung bei der Arbeit
Ausdruck zu geben.
2. Die Mitteilungen, die diesem Zwecke entsprechend im
Vorwort gemacht werden; sind nicht selten für die Beur-
teilung des Werkes von Bedeutung. Es liegt daher eben-
sosehr im Interesse des Autors, sich darüber auszusprechen,
als im Interesse des Lesers, diese Bemerkungen im Vor-
wort nicht zu übergehen. Freilich, wenn man nichts an-
deres zu sagen wüßte, als daß die Schrift einem dringen-
den und tief empfundenen Bedürfnisse abzuhelfen berufen
sei, so könnte man sich ein eigenes Vorwort unbedenklich
sparen.
3. Über die einzelnen Quellen und den apparatus
criticus soll man nicht im Vorwort, sondern in der Ein-
leitung und in den Anmerkungen unter dem Text Aufschluß
geben.‘
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