Full text: Wissenschaftliches Arbeiten

Der Titel 
Siebenundzwanzigstes Kapitel 
Der Titel 
99. Verkehrte Titelmoden. Das erste, was dem 
Leser bei dem fertigen Buche vor die Augen tritt, ist für 
den Verfasser nicht selten das letzte, worüber er sich selbst 
klar wird. Denn einen guten Titel zu finden, ist nicht leicht 
und für den Erfolg der Schrift nicht gleichgültig. 
1. Wie man den Titel nicht zu wählen hat, können 
manche verkehrte Titelmoden zeigen. Schon Aulus Gellius 
macht sich in der Praefatio zu seinen „Noctes Atticae“ 
über die „tituli exquisitissimi“ und die „insceripta nimis 
lepida multasque prorsum concinnitates redolentia“*) etwas 
lustig und zählt einige dreißig dieser schönen Büchertitel 
seiner Vorgänger auf. Heinrich Meisner gibt in der „Zeit- 
schrift für Bücherfreunde“ unter der Überschrift „Bücher- 
titelmoden“ eine interessante Auslese von älteren und 
neueren Büchertiteln‘), denen sich manche andere Beispiele 
von gleicher Art anreihen lassen. 
Vgl. auch Rob, F, Arnold, Zur Bibliographie der deutschen Re- 
staurationszeit, in: Zeitschrift für Bücherfreunde 5 (1901—02) 1,141—7 ; 
2,358—60. 479—81 (von Gustav Augitz); K, Bader, Vom Büchertitel 
einst und jetzt, ebd. 6 (1902—03) 1,68—73; Egon v. Komorzynski, Zur 
Geschichte der Blume im deutschen Buchtitel, ebd, 7 (1903--04) 
2,284 —7; Rob. F. Arnold, Zur Geschichte des Buchtitels, in: Mitteilungen 
des österr. Vereins für Bibliothekswesen 7 (1903) 167—73; 8 (1904) 
28—31; S. Frankfurter, Unrichtige Büchertitel, ebd. 9 (1905) 230—44; 
1) A. Gellius, Noctes Att. Praef. 5. 9. 
?) H. Meisner in: Zts. f. Bücherfreunde 8 (1904—05) 1,38—43, 
Fonck, Wissenschaftliches Arbeiten. 8, Aufl. DA 
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