II. Theil.
Statistik der Sterbeialle.
I. Kapitel.
Sterbefalle überhaupt.
Von den 85 781 Personen, welche der Lebensversicherungs
bank von 1829 bis zu Ende 1878 beitraten, bezw. Versiche
rungsverträge mit ihr abschlossen, sind nach Ausweis der
Tabelle X in eben diesem Zeitraum 22017 Personen, welche
insgesammt mit 114905600 Mark versichert gewesen waren,
gestorben, und zwar
V. 1829-38 673 Pers., welche zus. mit 3 541 500ML vers, waren
» 1839-48 2135
>1849-58 3973
> 1859-68 6009
» 1869-78 9227
2> > IO 5684OO » >
» » I974OOOO » 2>
» » 3O I SO 9OO » »
> >50874800 » »
114905600 Mk.
22017 Pers.
Es gingen also durchschnittlich im Jahre durch Tod ab:
Personen
im ersten Jahrzehnt 67,30
» zweiten » 213,50
» dritten » 397,30
» vierten » 600,9 0
» fünften » 922,70
Yersich.-Summe
354150 Mark
1056840 »
I974OOO >
3018090 »
5087480 »
Die Durchschnitts-Sum men, mit denen die Gestorbenen
versichert waren, betragen
im ersten Jahrzehnt 5262 Mark
» zweiten » 495° »
» dritten » 4969 »
» vierten » 5023 »
» fünften » 5514 »
Eine Vergleichung dieser Summen mit den Durchschnilts-
Versicherungssummen aller Derer, welche in dem betreffenden
Jahrzehnt unter Risico standen, könnte zu einem verwerthbaren
Resultate nicht führen, da die Verstorbenen zum grössten
Theile nicht aus den Versicherten des laufenden, sondern
früherer Jahrzehnte hervorgegangen sind. Jedenfalls werden,
so lange die Durchschnitts-Versicherungssummen unter Risico
und die der Neu-Eintretenden von Jahrzehnt zu Jahrzehnt
steigen, die der Verstorbenen des gleichen Jahrzehnts immer
kleiner sein.
Die aus den Hauptspalten 2 und 5 der Tab. X ersicht
lichen Schwankungen in dem Verhältnisse der Gestorbenen zu
den Neu-Aufgenommenen haben ihre Ursache selbstverständlich
nicht sowohl auf Seite der Sterblichkeit, als auf der des Zu
wachses. Von dem Zeitpunkte ab, wo der Zuwachs beträcht
lich zunimmt, nimmt der Procentsatz der Sterbefälle ab, was
Sich bei den Summen (Sp. 5) noch augenscheinlicher geltend
macht, als bei den Personen (Sp. 2). weil dem steigenden
Personenzuwachs eine noch stärker steigende Durchschnitts-
Versicherungssumme zur Seite steht.
Vergleicht man die Sterbefälle jedes Jahres mit dem Ver
sicherungs-Bestände jedes Jahres, so zeigen sich keine
bedeutenden Schwankungen, und ist die zunehmende Tendenz
nach einer gewissen Stabilität unverkennbar.
Die niedrigsten und höchsten Procentsätze der Spalten 3
und 6 betragen
niedrigste höchste
Procentsätze
im ersten Jahrzehnt
» zweiten ' »
» dritten
» vierten
» fünften
Pers.
0,92
1,36
1,76
2,06
1,90
Summen
0,6 4
1,36
1,73
1,97
1,72
Pers.
1,61
2,25
2,50
2,73
2,43
Summen
1,71
2,15
2,65
2,57
2,19
Tabelle X enthält alle in den 50 Jahren von 1829 bis
1878 vorgekommenen Sterbefälle, welche Personen, die bei der
Lebensversicherungsbank f. D. versichert waren, betrafen, also
auch diejenigen, welche die Auszahlung der vollen Versiche
rungssumme nicht zur Folge hatten. Die Versicheiungssummen
der Spalte 4 sind also nicht die in Folge von Sterbefällen zur
Auszahlung gelangten, sondern die in Folge von Steibcfällen
von der Gesammt-Versicherungssumme in Abgang gekommenen.
Bei Besprechung der Tabelle XXII wird die verhältnissmäsig
übrigens unbedeutende Differenz zu constatiren und des Näheren
nnclr/iiweisen sein.
IT. Kapitel.
Sterbefälle nach den Berufsklassen der Verstorbenen.
Tabelle XI giebt zwar Stoff zu einer Reihe von lehrreichen
Betrachtungen, und kann in einer statistischen Abhandlung wie
der gegenwärtigen nicht fehlen; allein, dass man ihr irgend
welche Schlüsse im Betreff der Einwirkung des Berufes auf die
Sterblichkeit nicht entnehmen kann, erhellt aul den ersten
Blick. Sie bildet nur das Gegenstück zu Tabelle Vila. Dort
wurde gezeigt, wie viele Personen aus jeder der 15 hin gesehen
auf den Beruf gebildeten Klassen in jedem dei fünfzig Be
obachtungsjahre bei der Bank Versicherung nahmen, hier wird
gezeigt, wie viele Versicherungen die Bank in jeder jener 15
Klassen in jedem Jahre durch den 1 od \erloren hat. Ein
neues Moment tritt durch die Angabe der Versicherungs
summen hinzu. Da die Sterbefallsumme denjenigen Betrag
repräsentirt, dessen Bezug der Versicherte durch das Mittel