Full text : Wissenschaftliches Arbeiten

Außerordentliche Veranstaltungen fr
müssen, weil auch alle Mittelschulen diesen Tag‘ in recht
schulmäßiger Weise begehen? Ein germanistisches Seminar
würde, meine ich, durchaus seinem Zweck entsprechend
handeln, wenn die Mitglieder in vereinter Arbeit bei solchem
Anlaß einen akademischen Festakt vorbereiteten und in
einer außerordentlichen Sitzung des Seminars abhielten,
nötigenfalls sogar in der Universitätsaula vor einem gewählten
 Auditorium. In ähnlicher Weise würden sich für
viele Seminare, und zwar nicht bloß bei Jahrhundertfeiern,
Anlässe zu festlichen akademischen Akten oft genug bieten,
welche das Interesse für die Arbeiten des Seminars neu
beleben und seine Wirksamkeit in vielfacher Hinsicht fördern
 könnten.
9. Außerordentliche Veranstaltungen anderer Art wären
die schon gelegentlich kurz erwähnten Studienreisen. Der
vielseitige Nutzen derselben leuchtet von selbst ein. Die
praktische Erfahrung zeigt auch zur Genüge, daß sie sich
ohne allzugroße Schwierigkeiten durchführen lassen, wenigstens
 mit einem Teile der Mitglieder, wenn der Kostenpunkt
 nicht allen die Reise ermöglicht. Das Gelingen derselben
 wird in der Regel zum größten Teile abhängen von
einem zweckmäßigen und praktischen Plane sowie der allseitigen
 und sorgfältigen Vorbereitung der Reise.
3. Die Praxis mancher Fakultäten und Institute im
In- und Auslande hat den großen Nutzen solcher Studienreisen
 immer von neuem bestätigt. Wie an manchen
deutschen und österreichichen Universitäten, so werden
auch z. B. von der Pariser Ecole des Chartes, von der
Jerusalemer Ecole Biblique, von der Beiruter Faculte
orientale, vom römischen Bibelinstitut alljährlich wissenschaftliche
 Exkursionen und Studienreisen veranstaltet.
Es wäre jedenfalls sehr wünschenswert, dass man
solchen Veranstaltungen noch mehr Beachtung schenkte,
als es vielfach geschieht. Philologische wie theologische
Seminare könnten da vielleicht von den naturwissenschaftlichen
 Instituten manches lernen. Wenn es für diese
nicht zu viel ist, für die Interessen des mineralogischen

oe
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.