Full text: Wissenschaftliches Arbeiten

Vorbemerkungen. Schriftliche Seminarbeiten 3 
großen Weinberg der Wissenschaft bescheidenere Auf- 
gaben zu lösen, denen die meisten Kräfte in den zunächst 
in Betracht kommenden akademischen Berufen gewachsen 
sind. 
3. Das Seminar soll seine Mitglieder zur angemessenen 
Betätigung ihrer Kräfte in den verschiedenen Arten wissen- 
schaftlicher Arbeiten anleiten und vorbereiten. Es soll 
seinem Zweck entsprechend den Studierenden eine gründ- 
lichere fachwissenschaftliche Kenntnis vermitteln, sie mit 
der Methode des wissenschaftlichen Arbeitens und For- 
schens bekannt und vertraut machen und zu Sselbstän- 
diger Mitarbeit anregen und fördern. Dieses Ziel soll 
hauptsächlich in Verbindung mit den sonstigen Übungen 
erreicht werden durch die schriftlichen Arbeiten der Mit- 
glieder. 
25. Schriftliche Seminararbeiten. 1. Die schrift- 
lichen Arbeiten der einzelnen Mitglieder wird in den meisten 
Seminaren mit vollem Recht als eine der wichtigsten Übun- 
gen betrachtet. Sie zwingt einen jeden, sich mit einer 
wissenschaftlichen Frage seines Faches eingehend zu be- 
schäftigen, die wichtigste einschlägige Literatur näher kennen 
zu lernen und die Grundsätze zu studieren, welche bei der 
Entscheidung der Frage maßgebend sind. Sie wird ihn 
auch am wirksamsten in die Methode des Forschens und 
Arbeitens einführen, wofern es nicht an der notwendigen 
theoretischen Anleitung bei der Arbeit fehlt. Sie legt endlich 
den besten Grund zu einem fruchtreichen selbständigen 
Weiterarbeiten, lehrt die so häufige Scheu vor dem ersten 
Betätigen der eigenen Kräfte praktisch überwinden und 
läßt die ersten Freuden am eigenen produktiven Schaffen 
verkosten. 
2. Damit aber diese Arbeiten solche erwünschte reife 
Früchte zeitigen können, ist auf vielerlei zu achten, worauf 
wir im zweiten Teile näher eingehen wollen. Vor allem 
werden hier zwei Extreme zu meiden sein. Es ist einer- 
seits durchaus verfehlt, wenn sozusagen das ganze vorbe- 
-
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.