Full text: Die Entwickelung zum Socialismus

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die grosse maschinelle Production unzweifelhaft und trotz 
aller Widerstände, die sich ihrer Ausdehnung entgegen 
stellen, an Boden gewinnt, folgt nicht notwendig, dass, 
wenn man die Gesamtheit der Industriezweige eines Landes 
überschaut, die Heimarbeiter und die kleinen selbständigen 
Producenten an Zahl abnehmen. 
Es kann vielmehr geschehen — und es trifft that- 
sächlich zu —, dass, während die maschinelle In 
dustrie in gewissen Erwerbszweigen auf Kosten der Haus 
industrie fortschreitet, in anderen Zweigen die Hausin 
dustrie diesen Ausfall mehr als wettmacht, indem sie 
Arbeiter aus den untergehenden Gewerben und aus länd 
lichen Industrien an sich zieht. 
Es kann ferner geschehen — und es trifft auch zu — 
dass, während in gewissen Gegenden die concentrierte 
oder collective Fabrikindustrie die unabhängigen und 
widerstandsfähigen Producenten aufsaugt oder versclavt, 
sich in anderen, weniger vorgeschrittenen Gegenden das 
Handwerk auf Kosten des Eigenbetriebes für die ge 
schlossene Hausarbeit, deren Gebiet immer mehr ein 
schrumpft, vermehrt. 
Gerade dieser unwiderstehliche Rückgang der ge 
schlossenen Hauswirtschaft, die für sich und durch sich 
allein lebt, giebt uns den Schlüssel zur Lösung des an 
scheinenden Widerspruches zwischen den Gesamtresultaten 
der Statistik und der ganz unleugbaren Thatsache der Ex 
propriation der kleinen Producenten durch die grossen : 
trotz der industriellen Concentration kann sich die Zahl 
der Heimarbeiter, in manchen Fällen sogar der Hand 
werker, halten oder noch vermehren, weil die Zahl der 
von den Familienmitgliedern im Rahmen der Hauswirt 
schaft geleisteten Arbeiten immer mehr abnimmt. 
Aber wie dem auch sei : in dem Masse, wie die 
geschlossene Hauswirtschaft der Tauschwirtschaft Platz 
macht und die Arbeitsteilung die Beziehungen zwischen
	        
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