Metadata : Berliner Banken

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Die  Macht  der  Großbanken.

maßgebend  sein.  Gs  sollte.  Aber  es  ist  es  nicht.  Es
hat  sich  auch  bei  den  wenigen  selbständigen  Direktoren
die  Gewohnheit  herausgebildet,  zuerst  zu  bestimmen,  wieviel ­
  Dividende  verteilt  werden  soll  und  dann  erst  —  von
dem,  was  zu  guter  Letzt  übrigbleibt  —  die  Abschreibungen
zu  verteilen.  Wonach  bestimmt  man  aber  die  zu  zahlende ­
  Dividende?  Nach  dem  Kurs,  den  die  Aktien  an
der  Börse  haben.  Der  Direktor  setzt  seinen  Ehrgeiz
darein,  den  derzeitigen  Akttonären  eine  angemessene  Rente
zukommen  zu  lassen.  Hat  er  bei  einem  Kurs  von  200%
zehn  Prozent  Dividende  verteilt,  so  hält  er  sich,  bei  demselben ­
  Erträgnis  wie  im  vorangegangenen  Jahre,  für
verpflichtet,  einen  Teil  des  Gewinnes  zu  verstecken,  wenn
die  Börse  seine  Aktien  um  den  Abschlußtermin  herum
aus  irgendwelchen  allgemeinen  Gründen  nur  mit  pari
bewertet.  Dabei  sollte  ihn  doch  eigentlich  nur  das  Nominalkapital
  seiner  Aktten  etwas  angehen.
So  sendet  bis  in  die  enüegensten  Ecken  der  Zndustriegesellschasten
  die  Bankenherrschast  ihren  Widerschein.
Sie  hat  eine  tiefgreifende  Änderung  in  der  Gesamtstruktur ­
  unserer  Wirtschaft  zur  Folge  gehabt.  Die  einzelnen
Fndustriedirektoren  sind  mehr  und  mehr  auf  die  Stufen
von  Ressortchefs  herabgedrückt  worden.  Die  eigentliche
geschäftliche  Leitung  liegt  entweder  in  den  Händen  der
Syndikatsvorstände,  in  denen  die  Banken  indirekt  verbeten ­
  sind,  oder  direkt  in  den  Händen  der  Bankdirektionen. ­

  Von  einzelnen  Zentralpunkten  aus  erfolgt  also
heute  schon  die  Leitung  ganzer  Gruppen  industrieller
Gesellschaften.  Dieser  Zentralpunkte  werden  immer

^Eniger.  Und  je  mehr  sich  die  oberste  Leitung  auf
emem  Punkt  konzentriert,  um  so  rapider  ist  der  wirtschaftliche ­
  Fortschritt.
Einen  kleinen  Renrill  nnn  beni  Macktbereick  der
            
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