_— 338
Die Überlegenheit der gewerblichen Einkommensbildung und die besondere Bedeutung
Jer großen Einkommen im Gewerbe wird durch eine Aufgliederung nach Einkommens-
zruppen unterstrichen. Von den Einkommensteuerpflichtigen insgesamt entfielen in den
Irei Veranlagungsjahren 1925 bis 1927 stets rd. 75 vH (1927 nur 72,9 vH) auf die Ein-
kommensgruppen unter 3000 AM und 11 bis 12 vH auf die Einkommensgruppe von
3000 bis 5000 A.A4, während auf die Gruppen über 25 000 AM nicht einmal je einer
von 100 Pflichtigen kam. Am Einkommen waren die Gruppen unter 3 000 AM dagegen
zur mit rd. 30 vH beteiligt, während auf die Pfiichtigen mit Einkommen über 50000 AM
von Jahr zu Jahr steigend 10 bis 12 vH des Einkommens entfiel. Der Anteil der
oberen Einkommensgruppen an der Steuer war infolge des Staffeltarifs naturgemäß
noch höher (Übersicht 21).
Stellt man dieser Aufgliederung nach Einkommensgruppen nun eine solche nach Ein-
zunftsarten gegenüber, so wird ersichtlich, daß die Einkünfte aus Gewerbebetrieb im
Vergleich zu jenen aus Landwirtschaft eine bemerkenswerte Höherschichtung aufweisen,
ınd daß vor allem die hohen Einkunitsgruppen im Gewerbe wesentlich stärker besetzt
sind. Fast ausschließlich in die mittleren und höheren Gruppen fallen die Einkünfte
aus nichtselbständiger Arbeit, die ja allerdings von vornherein eine Auslese der hohen
Zinkünfte darstellen; nach dem absoluten Einkommensbetrage haben sie 1927 die Land-
wirtschaft überflügelt (Übersicht 23).
Die Aufgliederung läßt weiterhin erkennen, daß durch die Wirtschaftskrisis des Jahres
1926 vor allem die mittleren Einkommens- und Einkunftsgruppen betroffen worden
ind. — Übrigens ist die Summe der Einkünfte notwendig größer als das Einkommen,
la in ihr die abzugsfähigen Ausgaben, die nicht in wirtschaftlichem Zusammenhange
mit einer bestimmten Einkommensart stehen, noch enthalten sind. Ebenso ist die Summe
Durchschnittseinkünfte je Pflichtigen nach Einkunitsarten
m
Es entfallen durchschnittlich auf den
Gebiet
‚us Land- und | N MS SEE Ser
zorstwirtschatt aus Gewerbebetrieb ständiger Berufs-
tätigkeit
1925 | 1926 | 1927 | 1925 | 1026 | 1007
0
925 | 1926 | 1927
Deutsches Reich ....
1390 | 1a21 | van |
3.206 | 3200
3 465
4713 | 4.974 | 5 277
Länder
DEOHÄREE ze KRR
3ayeIN are neees
SACHS er en REKEN R EG
Württemberg ..............
2
Thüringen ....0.000000000000
CSS rer REG
Tamburg ...0.00000000000042
Mecklenburg-Schwerin. ......
Yldenburg .....000000000004
3raunschweig ..............
Anhalt .........0.0.0000000004
201 TE SE
ÄPDO ver eu kr
Pi)
Aecklenburg-Strelitz .......
Waldetk .0.....0000000000
Schaumburg-Lippe .........
567
175
652
95
‚a0
1558 588 |
311 355
556 665
982 1049
959 1.086
1270 1381
976 1105
2397 2071
1837 2140
„609 1550
„69% 1641
198 627
1063 068
558 ‘582
‚314 1745
283 1227
1176 1559 |
1700 | 1617
3.159
2 776
4114
3.034
3.028
2.950
2510
4571
2860
2686
2 861
2854
5.088
2423
3.399
2 369
1 708
2247 |
3.159
2.806
3.898
2863
3248 |
>884 |
>662
4834
2 804
2778
> 752
> 736
‚273
433
«623
545
1674
2.383
3417
301
4395
3117
3294
3.129
1949
5.036
3.087
2 751
2.954
3.027
5078
3 763
3889
2 590
1809
2583
4925 5160 ' 5453
3725 + 162 4512
1932 53094 3320
1154 + 452 4 791
4274 1789 5092
3840 3676 23822
4553 1842 5.334
5618 5523 7 069
4218 41167 1870
3691 4041 4109
4014 + 354 4143
4 001 : 578 4381
569% 7221 7774
3437 4 3644
5298 405 5 940
3686 3780 | 4401
4 300 3.356 | 4 041
3558 5 108 4171
vn
O&
%
v02
‘798
12
671
L219
392
846
383
1612
f
der Pflichtigen mit Einkünften größer als jene der Pflichtigen mit Einkommen, da
'ahlreiche Pflichtige Einkünfte aus mehreren Quellen beziehen.
Das Einkommen hat im allgemeinen schneller zugenommen als die Zahl der Pflichtigen.
Jas beweisen die stetig steigenden Durchschnittsbeträge je Pflichtigen. Für das Gewerbe
liegen die Durchschnittseinkünfte im Jahre 1927 in allen Ländern und Landesfinanz-
amtsbezirken (außer Kassel) über jenen des Jahres 1925. Die landwirtschaftlichen Durch-
schnittseinkünfte sind dagegen in einigen Ländern und Landesfinanzamtsbezirken zurück-
zegangen. In allen Ländern und Landesfinanzamtsbezirken (außer Berlin) gesunken
ind die Durchschnittseinkünfte aus Kapitalvermögen, da in den letzten Jahren eine
elativ große Zahl von Beziehern geringerer Kapitaleinkünfte neu hinzugetreten ist.
Allerdings erfaßt die Statistik im wesentlichen nur Zinsen von Hypotheken und Spar-
zuthaben, weil die übrigen Kapitalerträge »an der Quelle« besteuert und nur dann
veranlagt werden, wenn das Gesamteinkommen 8 000 AM übersteigt (Übersichten 24
ınd 25).
Aus dem tatsächlichen Einkommen ergibt sich das steuerbare durch Abzug des steuer-
reien Einkommensteils und der besonderen Ermäßigungen. Die Vergünstigung eines
‘teuerfreien Einkommensteils genießen nur die Einkommen unter 10000 AM, sowie,
>hne Rücksicht auf die Höhe ihres Einkommens, alle diejenigen Pflichtigen, deren Ein-
1ahmen ganz oder zum Teil aus Arbeitslohn bestehen. Die Ermäßigungen spielen
xbsolut und relativ in den unteren Gruppen die Hauptrolle, da in diesen die ermäßigungs-
)erechtigten Pflichtigen absolut und im Verhältnis zum Einkommensbetrag am zahl-
°eichsten sind. Ein abweichendes Bild ergibt sich naturgemäß bei den Ermäßigungen für
deine G. m. b. H.-Einkommen (Übersicht 26). Verschieden sind auch die Ermäßigungs-
)erechtigungen für Stadt- und Landgebiete, da sie ja im wesentlichen von der Kinder-
läufigkeit abhängig sind. In den Mittel- und besonders in den Großstädten sind die
Tamilien ohne Kinder bedeutend häufiger, dagegen jene mit zwei und mehr Kindern
— 889. __
A den deutschen Ländern 1925, 1926 und 1927
RM
VENEN
Xopf des Pflichtigen mit Einkünften
aus nichtselbständiger aus Kapitalvermögen
Arbeit (soweit veranlagt)
(soweit veranlagt) . CE
1925 | 1926 | 1927 I
a
1 a
Übersicht 24
aus Vermietung
und Verpachtung
durch andere wieder-
kehrende Bezüge und
sonstige Leistungs-
gewinne
1925 | 1926 / 1927
20 21 22
755 | 1767 | 2059 167%
(925 | 1926 | 1927
10959 | 1018) 11347 | 2413
2u5 | 20051 716 | 706
{1956 ı 11992 12191
8431 8239 8547
1364 1747 12111
7894 7803 | 8345
3473 | 10171 | 10782
}132 9.245 | 9324
3703 3761 | 9022 ı
3476 3517 | 13927
3180 7129 | 7266
5051 4729 | 5102
9548 8 755 8822
1621 1816 ‘2192
2625 2.057 3.035
7259 6527 7 455
1978 1383 2100
"973 | 6047 | 6140
4562 | 2230 2879 ı
"814 7225 | 8344
2383
2196
2524
2.968
2536
458
5
433
1.437
974
1 415
1.320
3260
1464
; 594
084
1.667
1526
2154 | 2072 71T 738 808
1963 1827 515 541 589
“127 | 19061 780 810 806
140 | 1984 513 525 568 |
> 462 ' 2480 560 597 593
1744 ° 1631 FOR 587 622
179 1787 512 528 ° 545
3095 3109 1041 014 993
1 188 992° 526 502 550
815 2.7151 628 664 | 688
1359 1333 930 749 798
1190 1130 626 527 518
3136 2782 877 067 041
1141 1154| 358 39 4
287 1.293 691 734 | 76°
880 | 1007 507 | 444 532
197 | 1.359 335 | 405 | 383
965 838 939 | 901 537
2170 2414
2241 2104
1909 159%
49% | 649
366 ! S4l
2074 1642
3272 1807
4151 4308
1943 18N
1492 1320
1370 154
1958 72646
3 641 5723
899 1326 |
1 745 2441
1 857 1 402
2688 1419
2647 | 2055
1 841
1.960
1.362
721
460
1586
1831
3.958
1 801
ı 093
1 194
1 702
2762
1.037
1.800
1.180
1 786
1 867