Full text : Forstwirtschafts-Politik

88 Ökonomische Bedingtheit.
Es gibt aber auh Betriebsformen, die arbeits e xtensiv, aber
ka pitalintensiv sind, wie z. B. die der Forstwirtsc< aft, während auf der
andern Seite auch Betriebsformen existieren, die kapitalextensiv und arbeitsnero
 un Kleinbetrieb versteht man einen Betrieb, dessen Produktionselemente
 von geringerem Werte sind. So ist z. B. en Bau er nw ald, ein Kramlad
 en ein Kleinbetrieb. Unter einem Großbetriebe dagegen versteht
man einen Betrieb, der sich aus Produktionselementen von erheblichem Werte zusammensezt.
 ~ Feste Merkmale aber, die uns in jedem Falle ermöglichen würden, einen
Großbetrieb von einem Kleinbetrieb zu unterscheiden, gibt es nicht. ~
Gewöhnlich werden als Großbetriebe solche bezeichnet, die eine große
Bodenfläche (über 50 oder 100 ha), eine gr o ß e Arbeiterz ahl (20, 50
und mehr Arbeiter) oder g r o ß e s K apit a l (wie z. B. große Bankhäuser) aufweisen.
Großbetriebe sind die Fabrik en und die Großhandelsbetriebe,
die große Massen produzieren und absetzen.
Intensiver Betrieb und Groß b etri e b haben den Vorzug, daß bei
ihnen die Produktionskosten verhältnismäßig geringer sind als beim extensiven und
Kleinbetriee. ~ Ein weiterer Vorzug des Großbetriebes ist die durch ihn möglich
werdende spezialisierende Arbeitsteilung. Der Großbetrieb hat im allgemeinen
bedeutende Vorte i l e vor dem Kleinbetrieb. Die Produktionskosten sind geringer, er
ermöglicht die weitestgehende Arbeitsteilung, während der Einkauf von Roh- und Hilfsstoffen
 bei ihm sich zweckmäßiger und der Absatz der fertigen Erzeugnisse sich leichter
stizle amtliche Betriebs- oder Gewerbe-Statistik sieht jedes
gewerbliche Unternehmen, auch wenn es nur eine Person beschäftigt oder auf fremde
Rechnung ausgeübt wird, als einen „B et ri e b“ an. Sie macht jedoch einen Unterschied
[vithet: Hauptbetrieben, das sind solche Unternehmungen, in denen mindestens
eine Person hauptberuflich beschäftigt ist, und
Nebenbetrieben, in denen eine Beschäftigung nur nebenher, also
nicht hauptberuflich ausgeübt wird.
Für die Land- und Forstwirtsc< aft wird eine besondere Statistik
p. bei der Berufsstatistik sind auch bei der Ge wer b ez ä h l u n g die Gewerbeabteilungen
 in Untergruppen und -arten zerlegt. Der Anteil der einzelnen Gruppen am
Gesamtgewerbe nach der Zählung von 1907 drückt sich in folgender Zusammenstellung aus:
Z - §
Vertfegruppe Betriebe | Haupt- ‘c. s s 2.21 Davon Z §§
überhaupt | betriebe fz § Versosen [ z weiblich zs
Gäetzersi- : ... . . 365908| 346096 1,01 ! “ u97s8 0,83] 33 612 28,07
Tierzucht und Fischerei . 27 111 18 620 0,54 34 353 90,24 3 306 9,62
L" d Et) tu G | E 18 f sa 128 | 1096
Zusammen: | 122 220 | 106 208 | 1785 577 | | 142 046 |
            
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