33 Natürliche Bedingtheit.
Uetze ..... 246,8 Millionen Hektar
Rordameriie.e. . . . -- 612,1 sr .
Südamerika . L. 208,3 h. s
Afrika . . . iy 103,7 ( s
Australien . . ..... . % 4Z r
Europpo . . , . ..: . 806.1 be ;;
die Wald fläch e d er Erde also 1531,3 Millionen Hektar
betragen.
Holzgewinnung.
Von den beiden größten Waldgürteln ist der n ör d li ch e für die Holzgewinnung
der weitaus wichtigere, weil er in der Hauptsache die fir Bau- und Tischlerei-
zw e > e besonders geeigneten Hölzer enthäl.. – dIn diesem Waldgürtel liegen die
Hauptversorger des Weltmarktes besonders mit Bau-, Gruben-
und Papierholz: Kanada, die Vereinigten Staaten, Rußland und die Länder
Nord- und Mitteleuropas. ~
Aus den Wäldern des tr o p i s < en Gürtels werden bis jetzt im allgemeinen
nur wertvolle Edelhölzer oder für Industriezwece wichtige
Holzarten (echtes Mahagoni, Zedern, Ebenholz usw. und Farbhölzer) ausgeführt.
~ Auch die Waldgebiete der subtr o pis ch en Z onen liefern dem Weltmarkt
nur einzelne bestimmte Hölzer, wie das hauptsächlit, zum Schiffsbau verwendete
Teak - Holz (Siam, Java) und das zu Gerbzwecken gebrauchte Qu e br a ch o - Ho l z.
Zu Beginn dieses Jahrhunderts wurde in der Literatur des öfteren die Frage
erörtert, ob der Holzvorrat der Erde noch lange ausreichen
wm ü r d e, um die Holz-Bedürfnisse der Menschheit . hinreichend zu befriedigen). Man
hat diese Frage bald optimistisch, (En d r e s ) , bald pessimistisch (A. Sch enk ) beant-
worte. – Vorläufig dürfte noch kein Grund zur Besorgnis vorhanden sein; denn
abgesehen von den riesigen Waldungen des europäischen Rußland besitt die Erde
noch zwei große Wälderreserven in Hentralafrika und Südamerita,
eine geringere Reserve in K a n a d a und noch geringere Reserven auf den asi ati sch en
Inseln, den Philippinen, Borneo, und Neuguinea. >
Dazu kommt noch, daß die Menschheit eine gewaltige Tatkraft und Arbeit auf die
Trockenlegung von Sümpfen, die Befestigung von Dünen
und die Au ff or stung von Ödland aufgewandt hat und noch aufwendet. -
In Frankreich stellen die auf den Dünen der Gascogne angepflanzten
Wälder einen Wert von 25 Millionen Franken dar, Preuß en hat sich
in den letzten Jahrzehnten vor dem Kriege fast jedes Jahr durch Ö d lands auf-
forstung eine g anze Ober förster ei neugeschaffen.
Die Wälder Europas.
Wenn man einen Blick auf eine Waldkarte Europas wirft, so sieht man deutlich,
daß die Stärke der Bewaldung Europas von Nor d en und O sten nach Süden
und We st en zu stark abnimmt.
1) „Forsstwissenschaftliches Zentralblatt“, 1900, S. 601 ff.. 1901, S. 290 f. und 621/22.