18. Ökonomische Bedingtheit.
Unternehmungs- oder Besitzformen in der Forst- und
Holzwirtschaft.
Allgemeines".
Die volkswirtschaftliche Produktion wird durch Wirt | < afts einheiten geleistet,
welche diese Arbeit gemeinschaftlich ausführen und unter sich verteilen. Unter einer Wirt-
schaf ts einheit verstehtt man „jede unter einem leitenden Willen stehende
Einzelwirtschaft“.
Je nachdem die Wirtschaftseinheiten für den eigenen Bedarf oder für den Markt
produzieren, kann man sie wieder einteilen in:
Bedarfsdeckung s-Wirtschaftseinheiten und
Erwerbs-Wirtschafts einheiten oder Unternehmungen.
In der Industrie und im Verkehrs wesen haben wir es heute fast nur
mit Unternehmungen zu tun, d. h. mit Wirtschaftseinheiten, welche Kapital zum
Zwecke des Gewinnes, des Gelderwerbes verwenden und bei denen es sich nicht nur
um die persönlich-technische Organisation des Betriebes, sondern zugleich um den Zusammen-
hang der Produktion mit dem freien Markte handelt.
Anders liegen jedoch die Dinge in der Bod enk ultur, in der Land wirt sch af t
sowohl wie der For st w irtsch a ft. Hier existieren auch heute noch in ziemlichem
Umfange neben Unternehmungen noh Bedarfsdeckung s-Wirtschafts-
einh eiten, die nicht um des Gelderwerbs willen, sondern nur zum Zwecke der eigenen
Bedarfsdeckung produzieren?).
Die Unternehmung en kann man ihrem Subjekte nach gliedern in:
private Unternehmungen und
öff entlich e Unternehmungen.
Die pr iv at e n Unternehmungen zerfallen wieder in:
Einzel- Unternehmungen und
Ges ell sch a f t s - Unternehmungen.
Die Einzelunternehmung
ist heute noch immer am häufigsten. Sie ist fast ausschließlich in der Landwirlschaft,
vorwiegend im Klein- und Mittelgewerbe und stark im Handel vertreten. Bei ihr steht
eine Einzelperson an der Spitze, „die vollständige Freiheit und Ungebundenheit in der
Verfügung über die Produktionsmittel besitzt. . . . Der Umftand, daß dieser einzelne sein
Vermögen nicht nur, sondern seine ganze Existenz aufs Spiel setzt, treibt den Unternehmer
zu allergrößter Sorgfalt, Ausdauer und Kraftanstrengung an. Darin liegt die Stärke
der Einzelunternehmung, die nicht leicht zu übertreffen ist. Ihre Schwäche dagegen ist
die Abhängigkeit von der persönlichen Leistungsfähigkeit des Unternehmers und die
Begrenztheit seiner Kapitalkraft“.
§ p Teiueehe im Anschluß an G. I a h n, „Grundzüge der Volkswirtschaftslehre“, Leipzig und
ee t Val. Älerzit das weiter oben über „Zielsezungen“ auf S. 24 Gesagte.