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Activsaldo wird nicht steigen, denn, um was es mehr zu verkanten
vermöchte, wenn sein Schlagschatz massiger wäre, um dasselbe
könnte es auch in solchem Falle inehi’ kaufen. Aber
das Gleichgev^dcht wird hier in Wahrheit durch zweiseitige
Verluste hergestellt. Der Saldo ist der nämliche, aber der
(jesammtverkehr ist herabgedrückt. Es ist nicht anders, als
ob um ein solches Land ein Kranz unwegsamer Gebirge gezogen
wäre, welche die Frachtkosten für jedes aus- und eingehende
Gut gleichmässig vertheuerten. Wenn nun ein solcher
Gebirgszug von der Natur hingeptlanzt ist, so ])flegt man in
modernen Culturstaaten die kolossalsten Arbeiten nicht zu
scheuen, um durch Tunnels und andere Kunstbauten das natürliche
Hinderniss zu überwinden. So unsinnig aber war fürwahr
keine Nation — es sei denn die chinesische — um ihrem
Verkehre derartige Hindernisse, wenn sie von Natur nicht
vorhanden waren, künstlich zu schaffen. Hit dem internationalen
Keichthume hat all’ dies nichts zu thun. Ob es AWrtîipapiere,
W'aai’en oder Dienstleistungen sind, die ein Land an s
andere verkauft oder von diesem kauft, ändert nichts an der
.überall gemeinsamen Thatsache, dass Käufe wie Verkäufe
durch den Sclilagschatz gehindert und folglich dem Umfange
nach reducirt werden. 1st das Land auf die (kuitraliirung
von Schulden angewiesen, exportirt es also Werthpapiere und
importirt es Waaren, so wird es weniger tür seine Werthpapiere
erhalten, mehr für die AA'aarenbeziige zahlen müssen.
Ist es ein reiches Land, welches Capitalien ausleiht, also AA'erthpapiere
importirt und Waaren exportirt, so wird es die Werthpapiere
theurer bezahlen, seine Waaren schlechter verkaufen.
W o da der von Seyd behauptete essentielle I ntel schied liegen
soll, ist nicht recht einzusehen. Das zur (xmipletirung des
Cärculationsmittelstandes nothwendige Gold werden international
arme, wie international reiche Staaten durch den Schlagschatz
in derselben Weise vert heuert erhalten. Da jede Gewichtseinheit
Gold, sowie sie an die Alüiizstätte gelangt, von
ihrem AVerthe verliert, so müssen mehr Gewichtseinheiten
auf dem A\ eltmarkte erworben werden, und da der A\ cltpreis
des Goldes vom Sclilagschatze eines Einzel landes nur
unwesentlich beeinflusst werden kann, so muss man eben mehr
Güter bieten, um den nämlichen Bedarf an Münzgold zu decken.
Dr. Tb. Hertzka, Wahrung und Handel. 25
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