Object: Le Pérou économique

freundschaftliche Gefühle gegen Morgan & Co., da 
Morgan ihn vor einem Jahre aus der Leitung des 
Stahltrusts unter nicht gerade schmeichelhaften Um- 
ständen herausbefördert hatte, und so bemerkte er 
kühl zu Perkins: „Da Sie anscheinend die Aktien so 
dringend notwendig brauchen, um die Kontrolle und 
den Schutz der Southern für Ihre Freunde zu retten, 
sollen Sie sie haben. Sie werden mir aber 10 Millionen 
mehr zahlen, als mich selbst die Aktien gekostet 
haben.“ 
Auf dieser Basis wurde das Geschäft denn auch ab- 
geschlossen. 
Die Unternehmungen, die Morgan kontrollierte, 
waren nicht nur die stärksten und geschicktest an- 
gelegten ihrer Art, sondern sie besaßen gewöhnlich 
noch irgendwelche besonderen Vorteile oder Sicher- 
heiten, abgesehen von geschickter Geschäftsführung, 
die es ihnen ermöglichten, auch durch die schlimmsten 
Zeiten durchzukommen. Sie besaßen stets Garantien 
irgendwelcher Art, die sie gegen verderbenbringenden 
Wettbewerb schützten. Der Stahltrust z. B. kon- 
trollierte unermeßliche Rohstoffvorräte, seine Kon- 
kurrenten aber sehr wenige; die ausgedehnten Eisen- 
bahnsysteme, an denen Morgan interessiert war, kon- 
trollierten Wegerechte, Kohlenfelder, Endbahnhöfe, 
Konkurrenzlinien, Dampfschiffverbindungen usw. 
Zwölftes Kapitel 
FEINE ZEIT DER RÜCKSCHLÄGE 
S chon im Jahre 1893 war Morgans Aufmerksamkeit 
auf die Demoralisation der transozeanischen Dampf- 
schiffahrtsgesellschaften gelenkt worden. Diese Demo- 
ralisation hatte ihren Grund in dem übermäßigen Wett- 
bewerb. Es waren Trampdampfer genug vorhanden, 
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