fullscreen: Reis

[ruchtbarkeit und Pflanzweite — zwischen 3 und 50 schwanken. 
Unter gewöhnlichen mittleren Wachstumsbedingungen sind 
18—20 Schosse eine gute Durchschnittszahl. Die eben an- 
gegebenen Maße der Reispflanze stellen die gewöhnlichen 
Grenzen dar. Es gibt aber eine ganze Anzahl frühreifer Sorten, 
die nur 18 Zoll bis 2 Fuß hoch werden. Sie haben den großen 
Vorteil, nicht so leicht zu lagern, der aber durch spärliches 
Schossen und ärmliche Rispen wettgemacht wird. Manche Reis- 
sorten überschreiten das gewöhnliche Maß bis zu 6 Fuß Höhe 
und mehr. Eine sehr eigenartige Form kommt in Cochinchina 
vor. Sie ist langhalmig, wird bei hohem Wasserstande gezogen 
und flutet. Wenn das Wasser abgelassen wird, legen sich die 
Halme auf den Boden, treiben aus den oberen Knoten Wurzeln 
und Schosse, und so wächst, während der untere Teil der Pflanze 
zugrunde geht, aus dem oberen eine neue Reispflanze heran, 
die bis 3600 kg Ertrag auf den Hektar gibt. 
Das Wurzelsystem der Reispflanze besteht aus zahlreichen 
langen, feinen, oft verzweigten Faserwurzeln. die sich an der 
Pflanze früh und schnell entwickeln; doch vermag der Reis bis 
zur Zeit des Fruchtansatzes neue Wurzeln zu bilden, so daß 
schließlich eine Bodenfläche von 60 bis 80 cm Durchmesser von 
dem Wurzelsystem durchzogen werden kann. Die große Auf- 
saugfläche, die dieses Wurzelsystem bildet, wird eingeschränkt 
durch die geringe Neigung, Wurzelhaare zu erzeugen. Aus der 
Bereitwilligkeit des Reises, Wurzeln und Schosse zu bilden, kann 
man bei Züchtungsversuchen durch Teilung der Pflanzen Nutzen 
ziehen. 
Der hohle, oben stielrunde, unten schwach zusammengedrückte, 
unbehaarte Halm ist von kräftigen, kahlen Knoten unterbrochen, 
die sich, sobald sie freiliegen, bräunen. Die zuweilen bis fast 
meterlangen Blätter tragen eine linealische, am Grunde ver- 
schmälerte. nach oben allmählich spitz zulaufende, ziemlich 
derbe Spreite, die von einem kräftigen Mittelnerven und 8—10 
dünnen seitlichen Nerven durchzogen wird. Die Blattscheiden 
sind meist etwas kürzer als die Knotenzwischenglieder, haben 
übereinandergreifende Ränder und an der Grenze von Scheide
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.