Full text: Denkschrift über die Maschinenindustrie der Welt, bestimmt für das Komitee B des Vorbereitenden Ausschusses der Internationalen Wirtschaftskonferenz des Völkerbundes

14. Ungarn. 
Wöchentliche Arbeitszeit in der Eisen- und Maschinenindustrie. 
Quelle: Enquete sur la production, T. IV 2, S. 463. (Statistik der „Union nationale hongroise.des forges 
i et ateliers de construction.) 
Im Durchschnitt aller im Gebiete des jetzigen Ungarns gelegenen Unternehmungen 
betrug die Arbeitszeit: 
ım Jahre 1913 60 - Stunden-Woche 
1919 57 A 
1920 52 ® X 
1921 48 8 x 
15. Japan. 
Für Japan stehen die Ergebnisse einer amtlichen Erhebung vom Ende des Jahres 1921 
zur Verfügung (nach „The Japan Year Book‘ 1926, S. 230). Danach hatten Kinder 
Maschinen- und Werkzeugindustrie eine tatsächliche Arbeitszeit von: 
weniger als 8 Stunden 13,3% der erfaßten Fabriken 
n yO 29083 8, vr n 
3 AO 5 44,0% .,, m © 
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mehr AM AP 
16. Polen. 
Vor dem Kriege war die Maximalarbeitszeit in der Indstrie durch ein russisches Gesetz 
auf. 111% Stunden (Sonnabends 10 Stunden) festgesetzt, jedoch war sie in vielen Industrie- 
zweigen vertraglich auf 10 und 9 Stunden reduziert. 
Der Achtstundentag wurde durch ein Dekret vom 23. November 1918 eingeführt, welches 
später (18. Dezember 1919) durch ein Gesetz ersetzt wurde. Es sah einen Arbeitstag von 
8 Stunden und eine Gesamtwochenarbeitszeit von 46 Stunden vor, mit der Möglichkeit einer 
Verlängerung mit besonderer Genehmigung. 
Der Grundsatz des Achtstundentages wurde oft durch dauernde oder zeitweilige Erlasse 
durchbrochen. Sehr zahlreich sind die speziellen Genehmigungen für einzelne Unter- 
nehmungen zum Zwecke der Ausführung dringender Aufträge. Diese Genehmigungen er- 
lauben eine Verlängerung des Arbeitstages um 4 Stunden, mit der Bedingung, daß die Mehr- 
stundei im ganzen Jahre nicht 120 überschritten. Die meisten solcher Genehmigungen be- 
treffen Metallindustrie, Landmaschinenfabriken, Müllereimaschinenfabriken, Lokomotiv- 
werkstätten, Textilindustrie, Müllereiindustrie, Sägewerke und Zigarettenfabriken. 
(Nach: Enquete sur la production, T. IV 2, S. 464/66, und Survey of industrial relations, S. 155.) 
17. Norwegen, 
Verteilung der Arbeiter der Eisen- und Metallindustrie nach der Netto-Wochenarbeitszeit 
im Jahre 1913. 
Quelle: „Norges Officielle Statistik‘ IV, 3, Arbeitstiden i Industrien. September 1913, Kristiania, 1914, 
S. 8* _9*., (Nach: Enquete sur la production; T. IV 2, S. 490/91.) 
Arbeitsstunden Arbeiter | Prozent 
| aller Arbeiter 
unter 48 Std, 318 2,3 | 
46610 257 0,2 
611 — 631%, 1.089 7,9 
Sie | 824 5.9 
54U,—55 „| 894 | 6,5 
55% „3 80 58,2 
56—561/5 | 816 | 5,9 
ST 657 4,7 
57 — 50 A LO 7,5 
On 125 Sn 0.9 
"Zusammen SE | 13857 | 100,0 nn } 
Ab 1. Januar 1920 gilt in Norwegen der 81%-Stunden-Maximalarbeitstag und die 48stün- 
dige Arbeitswoche. (Survey of ind. relations, S. 154.) 
1926
	        
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