Full text: Denkschrift über die Maschinenindustrie der Welt, bestimmt für das Komitee B des Vorbereitenden Ausschusses der Internationalen Wirtschaftskonferenz des Völkerbundes

Achtes Kapitel, 
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hm gekaufte Arbeitskraft konsumiert. Konsumiert der Arbeiter 
cine disponible Zeit für sich selbst, so bestiehlt er den Kapi- 
'alisten 29 
Der Kapitalist beruft sich also auf das Gesetz des Waren- 
AWstausches. Er, wie jeder andere Käufer, sucht den größtmöglichen 
Nutzen aus dem Gebrauchswert seiner Ware herauszuschlagen. 
"lötzlich aber erhebt sich die Stimme des Arbeiters, die im Sturm 
nd Drang des Produktionsprozesses verstummt war: 
Die Ware, die ich dir verkauft habe, unterscheidet sich von 
dem andern Warenpöbel dadurch, daß ihr Gebrauch Wert schafft 
Md größeren Wert als sie selbst kostet. Dies war der Grund, warum 
du sie kauftest. Was auf deiner Seite als Verwertung von Kapital 
scheint, ist auf meiner Seite überschüssige Verausgabung von 
Arbeitskraft. Du und ich kennen auf dem Marktplatz nur ein Gesetz, 
las des Warenaustausches. Und der Konsum der Ware gehört nicht 
lem Verkäufer, der sie veräußert, sondern dem Käufer, der sie er- 
Wirbt. Dir gehört daher der Gebrauch meiner täglichen Arbeits- 
\Taft, Aber vermittels ihres täglichen Verkaufspreises muß ich sie 
glich reproduzieren und daher von neuem verkaufen können. Ab- 
Seschen von dem natürlichen Verschleiß durch Alter usw., muß ich 
ähig Sein, morgen mit demselben Normalzustand von Kraft, Ge- 
Undheit und Frische zu arbeiten wie heute. Du predigst mir be- 
ändig das Evangelium der „Sparsamkeit“ und „Enthaltung“. Nun 
ut! Ich will wie ein vernünftiger, sparsamer Wirt mein einziges 
Vermögen, die Arbeitskraft, haushalten und mich jeder tollen Ver- 
hwendung derselben enthalten. Ich will täglich nur so viel von 
dr flüssig machen, in Bewegung, in Arbeit umsetzen, als sich mit 
her Normaldauer und gesunden Entwicklung verträgt. Durch maß- 
„S® Verlängerung des Arbeitstages kannst du in einem Tage ein 
ößeres Quantum meiner Arbeitskraft flüssig machen, als ich in 
lei Tagen ersetzen kann. Was du so an Arbeit gewinnst, verliere 
N än Arbeitssubstanz. Die Benutzung meiner Arbeitskraft und 
. Beraubung derselben sind ganz verschiedene Dinge. Wenn 
%o Durchschnittsperiode, die ein Durchschnittsarbeiter bei ver- 
Tünftigem Arbeitsmaß leben kann, 30 Jahre beträgt, ist der Wert 
Meiner Arbeitskraft, den du mir einen Tag in den andern zahlst, 
— 
Schag, „Der Verlust einer Arbeitsstunde täglich bedeutet einen ungeheuren 
Lan d ©n für einen Handelsstaat,“ „Unter den arbeitenden Armen dieses 
lem + herrscht ein sehr großer Konsum von Luxusartikeln, besonders unter 
rerha abrikpöbel; dabei verbrauchen sie auch ihre Zeit, und das ist die 
Con, ae uisvollste Verschwendung.“ („An Essay on Trade and Commerce. 
U 1770“, p. 47, 158.) 
Dchau »Wenn der freie Arbeiter sich nur einen Augenblick der Ruhe gönnt, 
ol gt als die filzige Oekonomie, die ihn mit argwöhnischen Blicken ver- 
767% AS sei Diebstahl.“ (N. Linguet: „Theorie des Lois Civiles ete. London 
> Vol. II, p. 466.)
	        
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