Contents: Wohlfahrtzentrale der Stadt Barmen

I 
bereitwilligft Folge gegeben. Das von der Wohlfahrtzentrale errichtete 
Carnaper Kinderheim erwies (ich fchon nadr einigen Monaten für die vielen 
Aufnahmefuchenden als zu klein. 
Durch Einrichtung von Arbeiterinnenfprechftunden gewannen die 
arbeitenden Frauen und Mädchen allmählidi Zutrauen, und die Tätigkeit 
der Fürforgevermittlungsftelle konnte fleh auf einen immer größeren 
Arbeiterinnenkreis erftrecken. Die Bezirks vor fteherinnen des Nationalen 
Frauendienftes übernahmen es, mit ihren Helferinnen die Namen und 
Familienverhältniffe der in Munitionsbetrieben arbeitenden Frauen feftzu- 
ftellen und durch Hausbefuche fleh zu überzeugen, ob die Kinder einer 
etwaigen erhöhten Fürforge bedürfen und ob den arbeitenden Frauen ihre 
Lebenshaltung erleichtert werden kann. Dadurch fanden wieder viele den 
Weg zur Fürforgevermittlungsftelle. 
Um auch die Unverheirateten und die Jugendlichen zu erfaffen, wurden 
vom ftädtifdien Jugendpflegeausfctiuß Unterhaltungsabende für Munitions 
arbeiterinnen eingerichtet, die (ich eines außerordentlich guten Befudies 
erfreuten. 
Ein Arbeitsausfchuß von Barmer Lehrerinnen (teilte eine Lifte guter 
billiger Bücher zufammen, die verfuchsweife in 6 großen Betrieben durch 
Angeftellte der einzelnen Firmen verkauft werden. 
Aber nicht nur auf die Munitionsarbeiterinnen erftreckte die Fürforge 
vermittlungsftelle ihre Sorge, fie hat auch verfucht, möglichft alle in den 
einzelnen Berufsgruppen zu fammeln. Durch das Entgegenkommen der 
betreffenden Verwaltungen hat |ie die Namen aller im Eifenbahndienft und 
bei den Straßenbahnen befchäftigten Frauen und Mädchen feftftellen und 
diefe zu Befprechungen einladen können. Derfelbe Verfuch ift in Vorbe 
reitung mit den Angeftellten der Poft und den Straßenreinigerinnen. 
Durch die Befudie der Arbeiterinnen in der Fürforgevermittlungsftelle 
konnte diefe auch der zweiten Aufgabe der kriegsamtlichen Frauenorganifa- 
tionen gerecht werden: Die Arbeiterinnen zu erfüllen mit Arbeitsfreudig 
keit und neu zu werben für die Arbeit in der Kriegsinduftrie. 
Dem Verein Haushülfe bewilligte die Wohlfahrtzentrale eine einmalige 
Beihilfe von Mk. 500.— 
P„, 
: 
■i| y 
'y 
»•Hi 
i ; • 
I;H Lf | 
Jt I 
.'i 
k: i>' 
L; 
- £ 
153
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.