fullscreen: Wirtschaft als Leben

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„Der Wertgedanke“, 
sonderen in der Eigenschaft des Gegenstandes bestimmend ist, dann 
mag es seiner eigenen Natur nach zwar immer noch Eines oder auch 
Mehreres sein: Als das zu Erledigende, als Gegenstand muß es Eines 
vorstellen; für jedermann das nämliche Einerlei, oder auch das näm 
liche Vielerlei. Wird es aber als selbstverständlich angesehen, daß ein 
Gebiet durch seinen Gegenstand bestimmt erscheint, indem dieser es 
vereinheitlicht, dann setzt dies voraus, daß auch die Einheit des Be 
stimmenden ohne Hinzutun der Wissenschaft vorhanden sei. Denn 
jegliches Hinzutun dafür würde eine Begründung der mit seiner Einheit 
gegebenen Bestimmtheit jenes Gebietes darstellen, der letzteren Selbst 
verständlichkeit also widersprechen. Das Bestimmende, der Gegen 
stand, muß daher schon nach dieser Sonderheit — als solcher für 
jedermann der nämliche und selbe zu sein — vorgesetzt erscheinen. 
Ein Gleiches gilt schließlich auch von der sprachlichen Vertretung 
desjenigen, das in der Eigenschaft des Gegenstandes bestimmend für 
jenes Gebiet wirkt. Wenn es für selbstverständlich gilt, diesen be 
stimmenden Gegenstand namhaft zu machen, indem man das Wort 
„Wert“ ausspricht, dann muß auch dieser Tatbestand ohne Hinzu 
tun der Wissenschaft vorliegen. Denn wie beim Gegenstände die 
Setzung, so würde hier die Nennung der Selbstverständlichkeit wider 
streiten, mit der man auch diesen Tatbestand vorhanden sieht. Es muß 
daher jener Gegenstand gleich unter dem Sprachzeichen „Wert“ vor 
gesetzt sein. 
Machen wir nun den Überschlag. Wir erkennen, daß sich jene vier 
Gedanken nach ein und derselben, also gemeinsamen und dabei 
unentratbaren Voraussetzung logisch verknüpfen lassen. Wer also 
im Geiste der herkömmlichen Anschauung irgendwie für das Gebiet 
oder auch über das Gebiet der sogenannten Wertlehre denkt, der 
nimmt dabei, ohne sich dessen bewußt zu werden, als 
schlechthin wahr den Inhalt des Gedankens an: 
Es sei der Wissenschaft unter dem Sprachzeichen 
„Wert“ ein Gegenstand vorgesetzt, der als der Eine, 
für jedermann nämliche und selbe seiner Erle 
digung harrt. 
In kürzester Fassung: 
Es sei der Wissenschaft unter „Wert“ ein Sin 
gularobjekt vorgesetzt. 
Im Wesen dieses Gedankens ist es belegen, daß ihn niemand 
denken kann, der im Banne der herkömmlichen Anschauung steht. 
Denn es schließt das herkömmliche Denken schon mit jenen vier Ge 
danken ab, die ihm in Selbstverständlichkeit zueignen; man könnte
	        
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