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in der Gewährung höherer Leistungen. In der Kegel
geschieht das in der Weise, daß die Firma die Zinsen der
Sparkasse von meist 37 2 % auf 5 bis 6% erhöht. Zuweilen
sind andere Wege beschriften, indem etwa Einzahlungen
von 40 oder 90 Pfennig auf eine halbe oder ganze Mark
abgerundet werden. Im übrigen hat sich in dieser Beziehung
ein ganzes System der verschiedenartigsten
Modalitäten herausgebildet, das natürlich nicht in allen
seinen Formen geschildert werden kann.
Zwei Wege verdienen aber noch eine besondere Hervorhebung.
Das ist in erster Linie die weitverbreitete Gewährung
von Sparprämien, die unter den verschiedenartigsten
Bedingungen an die Sparer verteilt oder ausgelost
werden. Damit wird das Lotterieprinzip in das
Sparwesen hineingetragen, ein Vorgehen, über dessen
Zweckmäßigkeit ja die Meinungen geteilt sind. Immerhin
ist nicht zu verkennen, daß hierdurch unter Umständen
ein besonders starker Anreiz zum Sparen gegeben wird.
Besonderes Interesse verdient der Weg, den u. a. die
Useder Hütte, die Schultheiß-Brauerei und die Maggi-Gesellschaft
eingeschlagen haben, die den regulären Zinssatz
für Spareinlagen, die das ganze Geschäftsjahr gestanden
haben, bis zum Betrage der an die Aktionäre
verteilten Dividende erhöhen. Wir haben also hier eine
eigenartige Verknüpfung des Sparwesens mit der Gewinnbeteiligung,
und es wird der doppelte Erfolg erzielt,
einerseits die Spartätigkeit tatkräftig anzuregen und
andererseits die Sparer mit dem Produktionsinteresse des
Betriebes aufs engste zu verknüpfen. Uaturgemäß müssen
in solchen Fällen gewisse Kautelen geschaffen werden,
insbesondere ist die Verzinsung auf 10 oder 20% beschränkt,
es ist eine Höchstsumme für Spareinlagen vorgeschrieben
und die Einlegung fremder Gelder verboten.
Diese Spareinlagen mit Dividendenberechtigung arbeiten
natürlich in dem Betriebe mit, ein Verfahren, das von
einer großen Anzahl von Firmen ängstlich vermieden
wird. In diesem Punkte gehen die Meinungen weit auseinander,
und es würde von besonderem Interesse sein,
wenn die Frage in der Aussprache ein wenig geklärt
werden könnte. Soweit bei den Firmen mit Dividendenuerechligung
ein gewisses Risiko für den Arbeiter besteht,
lp t dieses durch die Höhe des Gewinnes vollkommen ausgeglichen.
Hier entspricht die Anlage der Gelder im