MM Rußlands Wolframlagerstätten —
bekannt ist. Auch die Greisenbildung spricht für pneumatolytische
Vorgänge, die hier, da z. T. Kupferbildungen vorliegen, mehr
nach den pneumato-hydatogenen hinneigen. Der Herd der
Erzbildung liegt anscheinend in den Graniten.
Der Wolframit, das Haupterz der Lagerstätte, zeichnet sich
auf dem nördlichen, von Kupferverbindungen durchsetzten Gang-
felde durch höheren Mangangehalt aus, während beim südlichen
Felde der Eisengehalt vorwiegt. Folgende zwei von Kotul’ski j
wiedergegebene Analysen bestätigen dieses:
Nördliches Feld Südliches Feld
WO 75,06 %
Mit ek 008% 6,79 %
BE ET 12,69 %
Der Erzgehalt der Lagerstätte ist von Ko tul’skij durch
eine große Zahl von Schürfungen geprüft worden. Er betrug am
Ausbiß oberhalb der Grube 0,5—0,52 % W Os. Weiter südlich
beim alten Schurfgraben schwankte er an vier Gängen zwischen
0,6 und 2,8 % W Os, was im Durchschnitt etwa 12% WO;
ausmacht. Auch der Ausbiß des alten Kupferganges ergab 1 bis
2 % W Os. Noch höher war das Ergebnis vierer Schürfe auf den
alten Halden mit einem Durchschnitt von 2,22 % WO;
Weniger reich schien die Erzführung des südlichen Feldes,
mit 0,58 % WO; bei. einem 0,6 m mächtigen und 0,68 % bei
einem 0,5 m mächtigen Gang.
Die eben wiedergegebenen Ergebnisse bestätigen die von
Kotul’skij hervorgehobene praktische Bedeutung, dieser für
sibirische Verhältnisse geographisch erreichbaren Lagerstätte.
IV. Die Wolframlagerstätte im Amurgebiet.
Eine sehr schlecht erreichbare Wolframlagerstätte liegt an
der Chagra, einem linken Nebenfluß der SelemZda, die wiederum
zu den Nebenflüssen der Zeja gehört. In dieser weltverlassenen
Gegend des Amurgebietes wird ein reger Goldbergbau, haupt-
sächlich auf Seifen betrieben und hierbei ist man auf ein an-
scheinend reiches Scheelitvorkommen gestoßen. Der Fundpunkt
befindet sich an der Quelle der Dagaldyna, einem Seitenbache
der Chagra, an dessen Ufern kristalline Schiefer, vermutlich
Gneise, zutage gehen. Aus der Umgebung werden noch Granite,