40 Rußlands Wolframlagerstätten —
aus Feldspäten hervorgegangenen hellen Glimmern auch etwas
neugebildeten Quarz. Ein allmählicher Übergang in das unver-
änderte Gestein fehlt zumeist. Gewöhnlich stoßen beide Bil-
dungen in scharfer Grenze aneinander, doch gibt es vereinzelte
Ausnahmen, bei denen der Granit seine äußerliche Struktur er-
halten hat, makroskopisch aber vollkommen verquarzt erscheint.
Das Mikroskop zeigt hier eine Verdrängung der Feldspäte durch
Topas und Quarz.
Die Breite der Greisenzone ist meist unbedeutend. Sie nimmt
mit der Mächtigkeit des Ganges zu. Im allgemeinen schwankt
sie von einigen Zentimetern bis zu einem Dezimeter. In einem
einzigen Ausnahmefall erreicht sie 0,4 m. Gelegentlich beobachtet
man auch nicht an Gänge gebundene Greisenbildung.
Manche Gänge dieses Erzgebietes sind in Höhenunterschieden
von 80—120 m natürlich aufgeschlossen. Hierbei zeigt sich, daß
sie bei gleichbleibender Mächtigkeit nach der Teufe niedersetzen
und ihre Greisen- und Erzbildung unverändert beibehalten. In
den oberen Horizonten kommt nur eine deutlichere Lagenstruktur
zum Ausdruck!
Die Erzverteilung innerhalb der verschiedenen Gänge scheint
gleichbleibend zu sein, demnach wären in den mächtigsten Gängen,
vornehmlich im Gange I, die größten Erzmengen zu erwarten.
Nach den Angaben des Bergingenieurs S. D. Kuzne co v haben
Versuche einen Erzgehalt von 0,6 % ergeben. Danach berechnet
Doktorovit-Grebnickij einen Vorrat von etwas über
100 t W Os, doch darf diese Zahl noch nicht als feststehend
angesehen werden, da die Schurfarbeiten noch nicht ihren Ab-
schluß gefunden hatten.
Geographisch liegt die Lagerstätte günstig. Bis zum Dorfe
Maly-Soktui, von wo aus ein 30 km langer guter Weg nach der
nächstgelegenen Bahnstation führt, beträgt die Entfernung nur
6 km. Wasser und Holz stehen reichlich zur Verfügung. Te-
tjaev mißt diesen Gängen wirtschaftliches Interesse bei, doch
läßt sich vor Beendigung der Arbeiten kein abschließendes Urteil
fällen.
b) Die Gänge von Togotui,
Zu den wenigst erforschten und erschlossenen Lagerstätten
des Kukulbei gehört die Gegend von Togotui, deren Gänge etwa