Full text: Die Lagerstätten von Wolfram, Zinn und Molybdän in Russland

nn V. Die Wolframlagerstätten des Transbaikalgebietes 4 i 
1 km südöstlich des Schurffeldes von Tutchaltui an zwei felsigen 
Bergkuppen ausbeißen, Ihre vorherrschende Streichrichtung ist, 
abgesehen von einigen Abweichungen, nordwestlich und fällt 
mit der Hauptrichtung des granitischen Nebengesteins zusammen. 
Einige Gänge fallen am Ausbiß flach ein, hervorgerufen durch 
Abrutschung und Umbiegung der Schichtenköpfe. Bisher kennt 
man nur Gänge mit einer Maximalmächtigkeit von 0,1 m. 
Die aus Quarz bestehende Gangausfüllung zeigt grobkristalline 
Zusammensetzung. An Nebenmineralien schließt sie bisweilen 
Flußspat ein, der lagenförmig angereichert sein kann, desgleichen 
ist Topas bekannt. Auffallen die an einigen Gängen beobachteten 
Biotite. In extremen Fällen sind sie an den Salbändern und in 
den anschließenden Greisenzonen in Vergesellschaftung mit Rauch- 
quarz angereichert, so daß diese Zonen in einer Breite von 3—5 cm 
dunkel gefärbt sind. Die Glimmer haben stets die Stelle der von 
ihnen verdrängten Feldspäte eingenommen. Wolframitkristalle 
fehlen der Greisenzone oder finden sich nur als Einsprenglinge, 
nur in einer einzigen Ausnahme waren sie in 4 x 5 x 0,5 cm 
messenden Individuen angereichert. Die meisten Wolframit- 
kristalle konzentrierten sich in der Quarz-Flußspatlage. Von 
sonstigen Erzen kennt man Molybdänglanz. Gänge mit schwacher 
oder fehlender Biotitbildung sind durch geringere Greisenbildung 
gekennzeichnet. Eine im Laboratorium des Geologischen Komitees 
ausgeführte Analyse zeigte folgende Zusammensetzung: 
WO 327% 
FeO tu DU 9,50% 
MO u 407% 
iO Ey 58% 
Zr O, (Einschluß) 1.11% 
799,53 % 
Dem geringen Mangangehalt nach nähert sich das Erz dem 
Ferberit. 
Belangreich ist ein im Sommer 1917 erschürftes Wolframit- 
vorkommen an der Kammscheide der Täler Duturul und Togotui. 
Der etwa 30° einfallende und 0,17 m breite Gang konnte etwa 
120 m im Streichen verfolgt werden. Die Gangmasse besteht 
aus Quarz und führt durchsichtige Topase. Das Erz konzentriert 
sich am liegenden Salbande in einem 4,5 cm breiten Streifen. 
Der durchschnittliche W O;-Gehalt beträgt 1%.
	        
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