— V. Die Wolframlagerstätten des Transbaikalgebietes 45
siven des Kukulbei besteht nicht, vielmehr werden beide Eruptiv-
gebiete durch eine breite Zone sedimentärer Gesteine voneinander
getrennt. Die Grenze zwischen Granit und Schiefer verläuft in
der weiteren Umgebung der zu besprechenden Lagerstätten
von O nach W. Sie wird von einer ausgesprochenen Kontaktzone,
ähnlich wıe am Kukulbei, begleitet.
Petrographisch ist der Granit nicht gleichmäßig entwickelt,
man kennt aus seinem Verbreitungsgebiet mittelkörnige, grob-
körnige und porphyrische Abarten. Er enthält neben Quarz,
Mikroklin, Mikroklin-Perthit sauren Plagioklas und Biotit, sowie
häufig in größeren Mengen Hornblende.
Unsere Kenntnis über Wolframführung in diesen beiden
Massiven beschränkt sich bisher auf die Lagerstätten Bukuka
und Belucha, jedoch scheint damit, wie weitere Untersuchungen
zeigten, die Zahl der Vorkommen noch lange nicht erschöpft
zu sein.
a) Die Gänge des Berges Bukuka.
Zusammen mit den beiden südlichen Lagerstätten von Charanor
und Serlovaja Gora gehören die Gänge des Berges Bukuka zu den
wenigen, vor dem Kriege genauer bekannten Wolframlagerstätten
Transbaikaliens. Ihre erste Beschreibung rührt von SuS&inskij
her, später hat sie Tetjaev genauer untersucht.
Der Berg Bukuka liegt hart am Rande des Granitmassives
an der Grenze gegen die von ihm kontaktmetamorph veränderten
Sedimentgesteine, ungefähr 16 km nördlich des Dorfes Turga.
Seine Kuppe bildet die Wasserscheide einiger Bäche des Turga-
und Undaflußsystemes. Das ganze Gebiet ist von dichtem Wald
bestanden. Natürliche Gesteinsaufschlüsse fehlen. Größer an-
gelegte Abbauversuche und Schurfarbeiten haben bisher zwei
Ganggebiete erschlossen, von denen das westliche die eıgentliche
Kuppe des Berges bildet, wogegen das östliche gegen 1200 m hier-
von entfernt ist und bereits den rechten Bergkamm des SuSanicha-
Tales bildet. Tetjaev vermutet einen Zusammenhang beider
Felder. Der zutage gehende Granit ist mittelkörnig und setzt
sich aus Quarz, Mikroklin, saurem Plagioklas und Biotit zu-
sammen. Bei SuSanicha schließt er noch Hornblende ein. Zwischen
das Gebiet der Bukukagruppe und den Kamm von SußSanicha