Full text: Die Lagerstätten von Wolfram, Zinn und Molybdän in Russland

rrnrnrnrnyuyuyu©u Vi Die Wolframlagerstätten des Transbaikalgebietes 47 
des Granits zusammen. Ausnahmslos begleitet die Gänge eine 
allerdings nach Tetjaev unbedeutende Greisenbildung, von 
der zweierlei Typen bekannt sind. Beim ersten hat das Gestein 
unter vollkommener Verquarzung der Feldspäte und Erhaltung 
des Glimmers die Struktur bewahrt, während beim zweiten eine 
sekundäre Umwandlung des Gesteins in eine feinkörnige Quarz- 
glimmermasse vor sich gegangen ist. Diese zweite Abart kenn- 
zeichnen am Salbande gewöhnlich kammartige Glimmerbeläge. 
Nach SuB8tinskij soll die Greisenbildung vielfach sehr aus- 
geprägt sein und die Gangmächtigkeit um ein Vielfaches über- 
treffen, auch ist sie manchmal mit dem Auftreten von viel Fluß- 
spat, Zinkblende und Pyrit verknüpft und bildet dann eine dichte 
gelbliche Masse. Zu den verbreitetsten nichtmetallischen Neben- 
mineralien des Ganggesteines gehören Glimmer und Flußspat, 
während Aquamarin nur in einem einzigen Falle beobachtet 
worden ist. 
Gegenüber dem Kukulbei kennzeichnet eine genetisch belang- 
reiche vielseitige Erzführung die Bukukalagerstätte, die — außer 
dem überall angetroffenen Wolframit — Molybdänglanz, Schwefel- 
kies, Kupferkies, Zinkblende und Wismutglanz einschließt. Außer- 
dem wird, allerdings nur aus dem Gang Dal’naja SußSanicha, 
Bleiglanz erwähnt. Obgleich von Oldanda und Antonova Gora 
Kupferkies und Bleiglanz bekannt sind und auf dem Antan Wis- 
mutglanz vorkommt, fehlt doch Zinkblende in den übrigen trans- 
baikalischen Wolframitgängen; ferner wiegen hier die Sulfide 
quantitativ gegenüber den anderen Gängen vor, so daß z. B. 
die Erzführung einiger Gänge mehr nach den Kupfer-Zinkgängen 
als nach den Wolframitgängen neigt, was beim Kukulbei nirgends 
zutrifft, wo diesen Erzen eine nur untergeordnete Rolle zukommt. 
In der Erz- und übrigen Mineralverteilung kommt eine Gesetz- 
mäßigkeit klar zum Ausdruck. So konzentrieren sich Glimmer, 
Wolframit, Flußspat, Arsenkies und Molybdänglanz mehr nach 
den Salbändern, wogegen die leicht löslichen Sulfide Kupferkies, 
Pyrit und Zinkblende in der Mitte auftreten. Die beiden letzt- 
genannten Mineralien sind allerdings auch vom Außenrande 
des Salbandes bekannt. Die Ganganschwellungen enthalten 
meist taubes Gestein, die der Fortsetzung des Stockes von 
SuSanicha jedoch auch Molybdänglanz. Der Stock selbst zeigt
	        
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