50 Rußlands Wolframlagerstätten >
sind sie von einer Greisenzone begleitet. Ihre Streichrichtung
ist bei steilem KEinfallen N—S und 330° NW. Bisher sind 15 ab-
bauwürdige Gänge erschlossen worden, von einer Mächtigkeit von
0,2—1 m. An ihrer sonstigen Zusammensetzung nehmen teil
an Nichterzen Flußspat und Glimmer, an Erzen Schwefelkies,
Molybdänglanz, Wismutglanz, Kupferkies und Zinkblende. Ein-
zelne der im Quarz eingeschlossenen Wolframitkristalle erlangen
8—13 cm Länge. Die Lagerstätte ähnelt genetisch und minera-
logisch der von Bukuka, nur zeigt sie gegenüber dieser einen
gesetzmäßigeren und regelmäßigeren Aufbau.
Das im Laboratorium des Geologischen Komitees analysierte
Erz ergab folgende Zusammensetzung:
WiOr 4 557%
FeQ 2 530%
MnO 4. 428,20. %
810. N 009%
9952 %
Der geringe Mangangehalt erhöht den Wert der Lagerstätte,
deren Gänge durchschnittlich 0,5—1 % W Oz aufzuweisen haben.
Im Sommer 1917 wurden monatlich 3,2—4 t Konzentrat ge-
fördert. Die Trennung des grobspätigen Erzes von der Gang-
ausfüllung geschah durch Handscheidung, die nasse Aufbereitung
wurde handbetrieben.
Mit Wasser und Holz dürfte die Umgegend reichlich versorgt
sein, auch steht der Anlage eines guten Weges nach dem Dorfe
NiZne-Girjunino kein Hindernis im Wege, insbesondere wenn
man dazu das bequemere Tal Igarinta benutzt. Vom Dorf selbst
führt eine Landstraße nach den Eisenbahnstationen Byrka und
Chadabulak. Die wirtschaftliche Bedeutung dieses Ganggebietes
kann nicht bezweifelt werden, auch ist mit Sicherheit auf weitere
Vorkommen östlich des Talangui zu rechnen, die jedoch zurzeit
von den Bauern verheimlicht werden.
6. Die Lagerstätten nördlich der Bukukagruppe.
Ungefähr 50—60 km nördlich Belucha, in der Nähe der Kaza-
kovskij Priisk wurde von K. A. Nenadkevi6 eine neue Wol-
framlagerstätte entdeckt, die nach dem an ihr vorbeifließenden
Bache Kljucevaja, einem linken Nebenfluß der Kazakovaja,
benannt worden ist. Svitalskij, dessen kurzem Bericht