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= I. Die Zinnlagerstätten des Transbaikalgebietes #:— "1 ep
setzt sıch vorherrschend aus stark metamorphen A ihek >
gesteinen zusammen, als da sind Chlorit-, Biotit-, „Bioti Granit“- Se
und Pyroxenschiefer, mit dunklen kohligen Zwischenschi htgn, LI
Im SW schließen sie noch mächtige marmorartige Kalkstein
In diese Schichtenserie ist das Tal des Onon eiıngeschnitten, das
am linken Flußufer, etwa % km oberhalb der alten Zinngruben
ein kleines, aus Muskovitgranit bestehendes Massiv angeschnitten
hat. Dieses bildet ungefähr den Zentralkern einer Antiklinale
und hat verschiedentlich Apophysen und gangartige Aplitaus-
läufer in das Nebengestein geschickt und es kontaktmetamorph
verändert. Petrographisch gehört der Granit einer mittelkörnigen
Abart an, doch gibt es auch grobkörniges Gestein, das dann Aqua-
marine einschließt. Die Lagerstätte selbst beißt nördlich der
Antiklinalachse aus. Sie umfaßt einen Teil der Berge Rudnicnaja
(Erzerne) und Slancevaja (Schieferne), zwischen die sich eine
unbedeutende Senke einschiebt. Sie ist an zahlreiche, die sedi-
mentären Gesteine quer zum Streichen schneidende, durch-
schnittlich NW (310—350°) gerichtete, ausnahmsweise N—5S
streichende Quarzgänge gebunden. Zumeist sind diese steil-
gestellt oder zeigen ein Einfallen von 60°—90° SW. Zumeist
heben sie sich deutlich heraus, schwellen häufig bis zu 0,5 m
Mächtigkeit linsenförmig an und setzen dann alsbald wieder aus.
Nicht selten spalten sie sich und bilden dann ein dichtes Netz
von Zweıggängen.
Das Nebengestein der Gänge ist nahe am Salbande in eine
Quarz-Glimmermasse umgewandelt, mit Einschlüssen von Lithion-
glimmer, Turmalin und Zinnstein als Nebenmineralien. Bei dichter
Gangverteilung können diese greisenartigen Umwandlungszonen
ineinander übergehen. Die Quarzgänge führen Zinnstein und an
Nebenmineralien Muskovit, Zinnwaldit, Beryll, Topas, Flußspat,
Arsenkies und als Ausnahme Wolframit. Der Zinnstein findet
sich selten als Kristalle, zumeist bildet er dichte Anhäufungen
von einem bis zu mehreren Zentimetern Durchmesser. Alle
Mineralien konzentrieren sich mehr nach den Salbändern und
dringen zuweilen in diese ein, vornehmlich der Pyrit. Auch der
Zinnstein, doch tritt dieser ebenfalls in Form einzelner Einspreng-
linge in der ganzen Gangart auf. Gewöhnlich werden die Gänge
von kammförmigen Glimmerbelägen (Fig. 9). begleitet.