‚a Rußlands Zinnlagerstätten —
Die Erzführung beschränkt sich ausschließlich auf die Schiefer,
wogegen man in ihrem Ursprungsherde, dem Granit, keinerlei
Anzeichen gefunden hat. Versuchsschächte haben noch bis 25 m
unter Tage Erzfälle wahrgenommen, desgleichen kennt man
Erzgänge aus dem Flußbett des Onon, so daß mit einem größeren
Niedersetzen der Gänge nach der Teufe zu mindestens bis 60 bis
80 m zu rechnen ist.
Die Gangbildung wird als Folgeerscheinung der Granitintrusion
erachtet, desgleichen die Erzzufuhr.
Die Erzführung findet sich vorwiegend auf der südlichen
Hälfte des Berges Rudnicnaja, während sie am Berge Slancevaja
nur einen kleinen Abschnitt des Südhanges einnimmt. Sie scheint
sich auf die nächste Nähe der Graniteinwirkung zu beschränken
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1. Quarz. 2. Quarz mit Sn Os.
3. Glimmerbeläge. A. Zwitter,
5. Schiefer.
Fig. 9. (Nach Tetjaev.)
und verschwindet gegen das von der Intrusion nicht beeinflußte
Schiefergestein, dem die Quarzgänge und Zwitterbildungen fehlen.
In früheren Zeiten hat man die eluvialen Seifen des zwischen
den Bergen Rudnicnaja und Slancevaja eingeschalteten Trocken-
tales abgebaut. Die Erzführung konnte nach unten bis zum
Beginn der Ononterrassen verfolgt werden. Anscheinend wurde
der Abbau nur auf der Talsohle betrieben, wogegen die Hänge
mit ihren mächtigen, bis zu 8 m betragenden Deckschichten keine
Berücksichtigung fanden.
Der Erzgehalt der Lagerstätte wird auf 2—2% % Sn O,,
also 1%—2 % Sn geschätzt. Genaue Analysen liegen nicht vor.
Bisher kennt man gegen 16 abbauwürdige Gänge. Eine Vorrats-
berechnung ist nach den in den Sommern 1916 und 1917 ausge-
führten ungenügenden Schurfarbeiten nicht durchführbar.
Zweifelsohne kann dieser Lagerstätte ein wirtschaftliches
Interesse entgegengebracht werden, eine über die Grenzen des