Full text: Die Lagerstätten von Wolfram, Zinn und Molybdän in Russland

nn I. Molybdänlagerstätten im Transbaikalgebiete 85 
zu erkennen sind. Sie werden nach Tetjaev von einem Quarz- 
Karbonatgestein gebildet, das zuweilen Feldspäte einschließt 
und neben Molybdänglanz noch Pyrit, Bleiglanz und Eisenglanz 
führt. Sekundäre Veränderungen sind am Nebengestein nicht 
wahrzunehmen. Im allgemeinen durchschwärmen die Gänge 
das Gestein in verschiedenen Richtungen. Molybdänglanz tritt 
ausschließlich innerhalb der injizierten Gneise auf, im Gebiete 
der kristallinen Kalke fehlt er. 
Gefördert wurde bisher auf einem einzigen, allerdings dem 
bedeutendsten dieser Gänge gegenüber dem Südende des Dorfes 
Gutaj. Die schroffe Felswand gibt einen vorzüglichen Aufschluß 
in der Fallrichtung des Ganges, bei 30°—40° NNO Einfallen 
etwa 50 m. Im allgemeinen beträgt die Gangmächtigkeit 13 bis 
17,5 cm, ausnahmsweise vermindert sie sich bis zu 9 cm. Nur 
im oberen Abschnitt ist eine Zersplitterung des Ganges in kleine 
Nebengänge mit nesterförmigem Charakter nachzuweisen, nach 
unten zu hält er aus und setzt bei gleichbleibender Mächtigkeit 
bis an den Wasserspiegel des Flusses Cikoj nieder. 
Die Gangausfüllung des Hauptganges besteht aus Milchquarz 
mit Kalzitbeimengungen. Der Molybdänglanz beschränkt sich 
vorherrschend auf die Salbänder, seltener bildet er Nester inner- 
halb der Gangmasse. Bei geringer Mächtigkeit können die gegen- 
seitigen Salbandbeläge sich miteinander vereinigen und einen 
regelrechten Molybdängang mit Quarzeinschlüssen bilden. Alle 
Ganganschwellungen sind durch große Mengen tauben Gesteins 
gekennzeichnet. Pyrit tritt seltener auf, vorwiegend im anschlies- 
senden Nebengestein, wo er selbständige Gängchen bildet. In- 
folge der regelmäßigen Lagerung des Nebengesteins ist die Erz- 
führung gleichmäßig. Anders beim Dorfe Grechnovo. Dort hat 
die intensive Faltung es zu keiner regelrechten Gangbildung 
kommen lassen, so daß nur Nester und Linsen vorliegen. Außerdem 
hat man in nächster Nähe der Grube auf weitere Vorkommen 
geschürft, allerdings mit Ausnahme zweier, etwa 1—3 und 10 cm 
mächtiger, ausreichend erzführender Gänge, ergebnislos. 
Der durchschnittliche Erzgehalt des Ganggesteines beträgt 
nach den bisherigen Ergebnissen bei einem Molybdängehalt von 
45 % etwa 5—5% %. Nach einer Analyse des Petersburger 
Berginstitutes setzte sich das Erz folgendermaßen zusammen:
	        
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