Full text: Die Lagerstätten von Wolfram, Zinn und Molybdän in Russland

88 Rußlands Molybdänlagerstätten —— 
die Schürfungen nicht bis zum anstehenden Gang vorgedrungen, 
in dem, nach den Blöcken zu urteilen, eine reiche Molybdänglanz- 
führung zu erwarten ist. Weitere Untersuchungen dieser Lager- 
stätte wären angebracht. 
I. Molybdänlagerstätten in der Ussuri-Provinz des Fernen Ostens. 
Wirtschaftliche Bedeutung dürfte vielleicht eine Molybdän- 
lagerstätte im Ussurigebiete, 11 km südöstlich der Plastunbucht 
(nördlich Wladiwostok) besitzen. Das Erz soll dort als grobe 
Einsprenglinge an Granite gebunden sein, die das dortige „Felsit- 
massiv“ durchbrechen. Das Vorkommen liegt am Meeresufer 
und ist 10 m im Fallen und 5,5 m im Streichen aufgeschlossen, 
bei einer Mächtigkeit von 2,25 m. Der Molybdängehalt wird 
nach einer Angabe auf 1,15 %, nach einer anderen auf 10,6 % 
(anscheinend angereichert) geschätzt. Der sichtbare Erzvorrat 
beträgt 348 t. Ob das Vorkommen an einen Gang oder Stock 
gebunden ist, bleibt ungewiß. Nach einer Analyse des Geologischen 
Komitees enthält das Erz 33,39 % Mo. 
Außerdem kennt man noch Molybdänglanz am Meeresufer 
in der Nähe von Kap Bodisko zwischen den Buchten Preobra- 
Zenija und Valentina, und zwar als reichliche feine Einspreng- 
linge in zwei 0,26 m bezw. 1 m mächtigen Gängen eines dichten 
dunklen Gesteins und deren Quarznebengängen, mit Granit als 
Nebengestein. Der Ausbiß konnte über 400 m verfolgt werden. 
Inwieweit dieser Lagerstätte praktische Bedeutung zukommt, 
ist ungewiß. 
II. Sonstige Molybdänvorkommen Russlands. 
Molybdänerze werden ferner aus dem nördlichen Teile des 
europäischen Rußlands, aus Podolien, dem Kaukasus, dem Ural, 
der Kirgisensteppe, aus Turkestan, dem westlichen Altai, dem 
Gouvernement Jenissei, dem Amurgebiet und aus Kamtschatka 
gemeldet. Ein genaues Verzeichnis der einzelnen Vorkommen 
gibt Edelstein in seiner Übersicht über die russischen Molyb- 
dänerze. Wirtschaftliche Bedeutung kommt nach den bisherigen 
Ergebnissen keinem dieser Vorkommen zu. Hingegen erwähnt 
Sterbakov im chemisch-technischen Leitfaden kurz eine 
neue, mit Kupfererzen verbundene Molybdänlagerstätte am See
	        
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