werden darf, weil hier ein Verbot wegen der Gefahr der KEin-
schleppung von Seuchen besteht. (Hierüber näheres in den. Ver-
packungsvorschriften der Hapag, siehe Anhang.) Ob man
im Inlandsverkehr lieber Stroh oder Holzwolle nimmt, hängt
ganz von der Frachtlage und augenblicklichen Ernte ab, da sich
das eine hier, das andere dort billiger stellen wird.
Heu und Seegras
Dasselbe was über Stroh gesagt worden ist, kommt bei der-
Verwendung von Heu und Seegras als Füllmaterial in Betracht,
Heu wird noch leichter dumpf als Stroh, hat einen intensiven
Geruch und verliert seine Elastizität noch leichter. Seegras ist
elastischer und nimmt nicht so leicht Wasser an. Es ist dafür
aber wesentlich teurer und meistens schwer zu beschaffen.
Bei den Füllmaterialien muß beachtet werden, daß diese
nicht nur im Innern von Kisten, sondern auch als äußerer Schutz
häufig verwendet werden. So ist z. B. bei Klubsesseln eine
Stroh- oder Holzwollauflage, die durch Sackleinewand fest-
gehalten wird, üblich, damit das Leder unterwegs nicht ver-
kratzt wird. Bei Maschinenteilen findet man die bereits vorher
erwähnten Strohseile, mit denen besonders gefährdete hervor-
stehende Kanten umwickelt werden. Selbst bei Kisten mit
empfindlichem Inhalt kommen Stroh- oder Holzwollauflagen,
die durch Sackleinewand festgehalten werden, in Frage.
7. VERSCHNÜRUNG
Bindfaden
Die einfachste und gebräuchlichste Verschnürung von Paketen
und Frachtsendungen ist der Bindfaden. Er ist in den ver-
schiedensten Qualitäten und Stärken am Markt. Normen über
Reißlänge in Beziehung zur Stärke gibt es z. Zt. noch nicht.
Es wäre aber sehr erwünscht, daß diese festgestellt würden,
damit die billigste Verschnürung für jede Paketart festgelegt
werden könnte. Auch bei leichten Paketen pflegt man die ganz
dünnen Sorten Bindfaden, selbst wenn ihre Festigkeit genügend
wäre, zu vermeiden, weil sie sich schwer knüpfen lassen und
beim Tragen in die Finger schneiden. Man wird also überall
gewisse Mindeststärken, soweit das Paket überhaupt an der
Umschnürung getragen wird, zu wählen haben. Auch für
schwerere Frachtkisten gibt es als letzte Sicherung schwere
Kordel, die dann in irgendeiner Form plombiert werden. Die
Verschnürung mit Bindfaden kommt auch zur Paketbildung
selbst in Frage. So werden bei rohen Holzgegenständen, z. B.
109