Scheuerbrettern, Besen, auch bei Treppenvorlegern, die Außen-
packungen gespart und die Gegenstände selbst in Massen durch
Bindfaden zu einem Ganzen zusammengebunden. Besonders
vorsichtig muß man mit geölten Bindfäden sein, die nicht bei
Genußmitteln Verwendung finden dürfen. Je nach ihrem Ver-
wendungszweck können die Bindfäden nicht nur in verschiedener
Güte, sondern auch in verschiedener Weichheit geliefert werden.
Man. unterscheidet harte und weiche Garne, je nachdem sie sich
plastisch mehr oder weniger an das Paket anschließen. Her-
gestellt werden sie teils aus ungarischen, teils aus italienischen
Hanfen oder aus Sisal und Werg. Natürlich werden die schlech-
testen Hanfarten, der Hechel- und Rohhanf für diesen Zweck
in erster Linie in Frage kommen. Auch Papier ist zur Herstellung
von Bindfäden viel benutzt worden. Derartige Bindfäden hatten
aber den Nachteil, daß sie beim Naßwerden sehr leicht zerrissen
und haben sich daher nur noch in wenigen Fällen halten können.
Draht.
Für scharfkantige Gegenstände ist eine Umbindung mit
Draht einer solchen mit Bindfaden vorzuziehen, da der Bind-
faden an den scharfen Kanten leicht durchscheuert. Draht ist
wesentlich haltbarer und durch Verdrehung scharf zusammen-
zuziehen. Er wird um die Pakete herumgelegt und mit zwei
Ösen verhakt. Die eine Öse muß nachträglich geschlossen werden.
Man macht dies mit den verschiedenartigsten Verschnürungs-
maschinen. Bei den Amerikanern existieren Kidra- oder Griplock-
und. der Gerrad-Verschluß. Die Verschlüsse selbst sehen aus
wie die Nrn. 7.u. 8. in Abb. 279, sowie. mittlerer Verschluß in
Abb. 280. Bei diesen Verschlüssen müssen etwa 25 em Draht
zugegeben werden, wenigstens bei großen Kisten zur Bildung
des Verschlusses. Je kleiner also die Packung ist, desto un-
günstiger wird wirtschaftlich der Drahtverschluß. Dieser hat
ferner den Nachteil, daß er namentlich bei Holz- und Papp-
Packungen in das Material einschneidet und dann lose wird.
Er hält die Packung also nicht unter Vorspannung, weil er das
Angreifen der Packung bequemer macht, teilweise auch gegen
Diebstahl sichert, aber ein Zusammenhalten des Paketes nicht
in entsprechender Form unterstützt. Wenn man das Ein-
schneiden von Kisten durch den Draht vermeiden will, kann man
stählerne Schutzecken auf die Kanten auflegen, in denen der
Draht gelagert ist. Dann hält der Drahtverschluß etwas besser.
Wenn man diese Ecken verwendet, so kann man allerdings
durch eine große Zahl von Drahtschnüren den Halt der Kiste
so verstreben, daß es statthaft ist, die Wände schwächer zu
110