schneiden an den Ecken nicht immer so ankommt und weil
ferner die Ballen unter innerer Pressung stehen und so den Draht
immer straff halten, was bei der Kiste nicht der Fall ist.
Eisen- und Stahlband
Um die Nachteile, die der Drahtverschluß hat, zu umgehen,
bindet man namentlich Exportkisten mittels Bandeisenstreifen,
Diese zog man bisher um die Kiste herum und vernagelte sie
auf der Kiste. In neuerer Zeit ist das Bandeisen durch das
Stahlband abgelöst worden. Das Bandeisen dehnt sich mit der
Zeit, so daß die Kiste locker wird. Das Stahlband bleibt immer
fest. An einer Musterkiste (Abb. 279 — 281) sind die verschieden-
artigen Verschnürungen durch Stahlband gezeigt. Bei Kisten,
die sehr gut halten sollen, legt man die Stahlbänder möglichst
außen hin. Will man die Kiste noch weiter versteifen, so kann
TI AS
Mangelhafte Nietung,
0 T=S
Gute Nietung.
Abb. 282—284. Lage der Nietbeine beim Nieten von
Stahlbändern für Kistenverschluß mittels gespaltener
Kupfernieten.
man die Bänder auch auf übergenagelten Leisten führen. Auch
in der Mitte kann man die Kiste nochmals mit Stahlband ver-
schnüren. Bei Anwendung von Stahlbändern kann die Stärke
der Kiste erheblich vermindert werden, weil diese in einer ver-
hältnismäßig großen Breite .aufliegen, nicht einschneiden und
dauernd gespannt bleiben. Die Abb. 279 —281 zeigen verschiedene
Verschlüsse dieses Bandes. Die modernsten Verschlußarten sind
der sogenannte Cyklopverschluß Abb. 279 Nr. 5 und der Joba-
verschluß Nr. 9, sowie der Verschluß mittels Nieten Nr. 10.
Die beiden ersteren fassen das Band mittels Verschlußplombe
seitlich, der eine (Cyklop) kerbt das Band ein und hält dadurch
hinter der scharfen Kante fest, der andere (Joba) biegt es nur
herunter und schwächt dadurch das Band nicht. Der Niet-
verschluß braucht etwas mehr Band, die Nieten verdrücken
sich leicht und brechen daher. (Abb. 282—284.) Er kann aber
ohne Wechsel des Apparates für verhältnismäßig viele Band-
breiten benutzt werden. Bei den meisten Nietapparaten wird
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