Die Rohware, wie Baumwolle, kommt zum größten
Teil unverpackt in mit Draht oder Hanf umschnürten Bündeln,
oder in rechteckigen mit Stahlbändern festgezogenen Packen
(Format 80x 80x 100 cm) aus dem Ausland in die Spinnereien
und Webereien. Von der Weberei wird das Material meist in
Jutesäcken oder in 80 cm breiten Jutestreifen mit Bindfaden
festgenäht und weiter an die Fabriken zum Versand gebracht.
Von der Fabrik wird geringere Ware entweder in Juteballen
oder, soweit es sich um gute Fertigfabrikate handelt, in Kisten
zum Versand gebracht. Innerhalb der Kisten werden vor allen
Dingen bei feiner Wäschekonfektion die Waren in flachen,
weißen Kartons, die teilweise als Schaupackung ausgeführt
werden, eingesetzt.
Der Versand minderwertiger Tuche erfolgt in vielen Fällen
unverpackt. Allerdings. ist hierbei durch Ölflecke auch
bei minderwertiger Ware großer Schaden zu erwarten. Außer
dem Einnähen der Ware in Jutesäcke geschieht die Umhüllung
oft durch Stoffreste der betreffenden herstellenden Firmen, so
z. B. durch Cambriestoffe, Hemdenstoffe usw. Für den Versand
nach Übersee ist Wachstuch handelsüblich und teilweise Vor-
schrift.
Textilien versichert man im
allgemeinen 2%) gegen Ver-
packungsschäden, da bei dem
Versand in Ballen wie bereits
erwähnt, Beschädigungen der
Waren nicht selten eintreten. Abb. "309 Deaische weschlog:
Die Kistenverpackung, die sene Textilpackung.
an sich teuer ist, also auch mehr
Frachtspesen erfordert, schützt allerdings die Ware bedeutend
besser. Es haben sich infolge der Breite der Stoffe dafür be-
sondere Abmessungen herausgebildet. Als Richtlinien mögen
folgende Daten gelten: Hemdentuche und Zephire liegen 80 cm;
Seide und Sammete
100 em, Vollvoile ;
112 em, Tuche 130,
135, 140 em breit.
Bei den einzelnen
Packungen verwen-
det man gern Flor-
enceband, das der
Abb. 310. Textil-Packung nach englischer Packung, en VOF-
Klappung. nehmes Äußeres ver-
14;