Hier wird der Bindfaden oder Draht zweimal gekreuzt durch die
Plombe durchgeführt und ist nicht mehr zu lösen oder heraus-
zuziehen.
Die Plombierung der Umschnürung hat natürlich nur dann
Zweck, wenn die Umschnürung selbst nicht durch Seitwärts-
schieben. abgelöst werden kann, und wenn die Rohre oder die
Bügel, durch die der Verschlußdraht durchgezogen wird, nicht
ihrerseits wieder demontiert oder gelöst werden können, ohne
die Verbindungsschnur zu verletzen. Auch eine unfreiwillige
Verletzung der Plombe sollte vermieden werden. So ist z. B. in
Abb. 83 links bei dem Schmierseifenkübel der Haken plombier-
bar. Er könnte durch Hängenbleiben unfreiwillig zurückgedrückt
und die Plombe abgestreift werden. Hier wäre es vorteilhaft,
den Haken vor der Plombe noch durch einen sicheren Stift
gegen Zurückstreifen zu schützen.
Gegen Ablösen von Bandeisen ist zu empfehlen, das Band-
eisen und die darunter liegende Kiste an einigen Stellen
gemeinsam mit einer gut haftenden Farbe, am besten in einem
ausgefallenen Farbton zu überstreichen. Wenn das Band dann
gelöst wird, sieht man sofort an der ungedeckten Stelle der Kiste
eine Verschiebung. Es gibt auch Verschlüsse von Bandeisen,
die nach Art des Yaleschlosses be-
stimmte Verzahnungen in den Ver-
schluß mit eindrücken, und die mit
einem Kontrollschlüssel vor der
Öffnung des Bandes auf Identität
nachgeprüft werden können. Für
sehr wertvolle Güter und für Gegen-
den, in denen Beraubungen sehr
häufig vorkommen, sind alle diese
Maßnahmen häufig noch nicht ge-
nügend. Man verwendet hier Dop-
pelkisten,d.h.der Gegenstand wird
in einer Kiste verpackt, die wieder
in eine andere hineingestellt wird,
wodurch die Beraubung wesentlich
erschwert wird. Diese Art der Ver-
packung wird natürlich nur da,
wo es sehr lohnend ist, angewen-
det werden, da sie viel Arbeit,
viel Kosten und viel Raum
beim Transport in Anspruch Abb. 337. Kistensicherung durch
nimmt. : T-Eisen.
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