Full text: Wirtschaftliches Verpacken

handen sind, und wo auch auf der Bestimmunsg-Eisenbahn- 
station die Güterabfertigung mit Kran erledigt wird, braucht man 
auf diese Bedingungen weniger Rücksicht zu nehmen, wenn 
man nicht auch hier die Bezeichnung für Anschlagen der Ketten 
und dergleichen als Förderung der Handlichkeit bezeichnen will. 
Überall da jedoch, wo Kisten und Pakete mit der Hand gegriffen 
werden müssen, soll man zunächst einmal nicht nur im Interesse 
des Umladers, sondern auch im Interesse der Ware die Pakete 
so klein machen, als es aus Lade- und Frachtrücksichten und aus 
Gründen der Wirtschaftlichkeit überhaupt gemacht werden 
kann. Dabei ist zu beachten, ob evtl. an gewissen Stellen nur 
unter Zuhilfenahme von Frauen entladen wird. Danach ist die 
oberste Gewichtsgrenze zu bestimmen. So hat z. B. das War 
Departement der USA. im Kriege die Höchstgrenze von 
Ballen mit 32 kg unter Berücksichtigung dessen, daß sie durch 
Frauen umgeladen wurden, festgesetzt. Auch für Handumladung 
bei Männern sollte man über 75 kg nicht gehen. Man muß sich hier 
naturgemäß nach den Gegenden richten, in denen das Gut trans- 
portiert werden soll. So hat man z. B. in Sachsen, wo der Schlag 
etwas leicht und beweglich ist, Getreidesäcke für einen Inhalt 
von 75 kg, während man in Bayern solche von 100 kg benutzt. 
Hierbei ist berücksichtigt, daß diese Säcke vielfach noch über 
Treppen befördert werden müssen. In den Tropen muß daran 
gedacht werden, daß die einzelnen Pakete eine Trägerlast oder 
Doppelträgerlast nicht überschreiten. Für den Transport über 
die Anden, wo es sich gewöhnlich um Eselstraglasten handelt, die 
auf sehr schmalen Gebirgswegen transportiert werden, sind weniger 
das Gewicht als die äußeren Ausmaße der Last zu beachten. 
Es wurde hier vielfach von bekannten Exporteuren als äußerstes 
Maß der Kiste 125 x 50 x 150 cm angegeben, weil sonst die 
Gefahr besteht, daß der Esel an den vorspringenden Felsabhängen 
abstürzt. Selbstverständlich sind auch hier Äußerstgewichte 
festgelegt worden. 
Man erhöht die Handlichkeit eines Paketes außerordentlich, 
wenn es möglich ist, Griffe in irgendeiner Form anzubringen. 
Die früher bereits gezeigte Griffleiste bei der Kiste (s. Abb. 15) 
erfüllt diesen Zweck in ganz besonders gutem Maße. Sie 
nimmt aber bei Exportpackungen im Schiffsraum zu viel Platz 
ein. Die aufgenagelte Blechmulde als Griffmulde ist hier be- 
quemer, wird aber beim Export meist eingedrückt und kann 
bei schweren Lasten, da nur die Finger und nicht die ganze Hand 
greifen sollen, nicht genügend stützen. Sie ist mehr für den 
Stadttransport geeignet. Das Griffloch ist auch nur für den 
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