Von demselben Einfluß auf Verpackungen ist auch die Festig-
keit des Holzes. Es finden sich bei Verpackungen sehr harte feste
Hölzer, ebenso auch weniger feste Hölzer. Es hängt ganz von den
Aufgaben der Verpackung ab, welche Holzart man wählt. Im
allgemeinen sind harte Hölzer teurer, lassen sich schwerer be-
arbeiten, gestatten aber dünnere Wandstärken der Verpackung
und halten die Nagelung besser. Die weichen Hölzer sind dagegen
billiger und leichter zu verarbeiten. Teilweise splittern auch die
harten Hölzer eher, so daß es trotz größerer Festigkeit bei vielen
Arten von Verschlägen mit großer Vorsicht verwendet werden
muß. Auch Zusammenstellungen kommen vor in der Art, daß
man einzelne Teile der Verpackung, die nur gegen äußere Einflüsse
und Stöße zu schützen sind, aus weichen Hölzern und solche Teile,
die gegen Stoß und Splitter schützen sollen, aus besonders zähem
und festem Holz herstellt. Auch auf den Geruch der Hölzer
muß man bei gewissen Gegenständen noch Rücksicht nehmen.
Hierauf wird später noch eingegangen werden.
In gewisser Weise kann man sich von den unangenehmen
Eigenschaften des Holzes, namentlich der Splitterung, dann der
beschränkten Breite und des Verziehens des Holzes unabhängig
machen, indem man Sperrholz verwendet. Es handelt sich hier-
bei um eine Verleimung dünner, meist im Schälverfahren herge-
stellter Holzschichten in verschiedener Faserrichtung aufein-
ander, so daß sehr zähe, breite und elastische Platten entstehen,
die bei geringem Gewicht und geringer Gesamtwandstärke eine
große Elastizität und Stoßfestigkeit aufweisen. Das Sperrholz
führt sich namentlich bei der Herstellung von Inlandpackungen,
aber auch für gewisse Exportartikel immer mehr ein.
Die Kiste
Eine der bekanntesten und gebräuchlichsten Verpackungen
unter Zuhilfenahme des Holzes ist die Kiste. Man findet sie in
den verschiedensten Formen, Stärken und Bauarten. In der
üblichsten Form ist sie ein kubischer Körper, der aus 2 Seiten-
wänden, 2 Stirnwänden, 1 Boden und 1 Deckel zusammengefügt
ist. Die Hauptbeanspruchungen pflegen wenigstens bei solchen
Kisten, die etwas länger als breit und hoch sind und in der Mehr-
zahl vorkommen, auf die beiden Stirnwände zu kommen. In
zweiter Linie hat der Boden am meisten auszuhalten, und schließ-
lich ist der Deckel den Angriffen bei Einbruchsversuchen und beim
häufigen Wiedergebrauch der Kisten ein stark leidender Teil.
Während des Transportes werden namentlich die Stirnwände da-
durch besonders beansprucht, daß der Packer die Kisten vielfach
A