verhältnismäßig schöneres Aussehen als Weidenspankörbe, sind
ihnen im Preis gleich, stehen aber in Festigkeit den Weidenspan-
körben nach. Spankörbe werden überall dort verwendet, wo
ein Material eingefüllt wird, das sonst bei weidengeflochtenen
Körben in den dort bedeutend größeren Geflechtzwischen-
räumen haften bleiben würde (z. B. Asche, Heu, Erdbeeren).
Die weidengeflochtenen Körbe sind bei weitem häufiger als
die vorerwähnten Spankörbe. Sie kommen sowohl in runder als
auch in eckiger Form auf den Markt. Ein Preisunterschied
zwischen beiden Formen bei gleichgroßem Rauminhalt ist kaum
vorhanden. Weidengeflochtene Körbe sind den Weidenspan-
körben in bezug auf Festigkeit wohl überlegen und stehen sich
in den Kosten geringer, sind allerdings etwa doppelt so schwer
als jene.
Weidengeflochtene Körbe wie Körbe überhaupt dürfen nicht
allzu lange in absolut trockenen Räumen stehen, da sie sonst
austrocknen und leicht brechen. Den Spankörben schadet
Feuchtigkeit wenig, den weidengeflochtenen Körben überhaupt
nicht. Im Gegenteil, es halten sich so z. B. die zum Fischversand
gebrauchten Körbe, die infolge des ständig tauenden Eises fast
dauernd naß sind, verhältnismäßig lange.
Die Weidenruten werden vor dem Binden zu Körben
24 Stunden lang gewässert. Bei eckigen Körben werden an den
Kanten sogenannte Stöcker eingesetzt und umflochten. Diese
Stöcker haben bei kleinen Handkörben einen Durchmesser von
10 mm, bei großen Versandkörben nicht über 18 mm und sind
gleichfalls aus Weidenholz.
Schutzleisten für Körbe: Da Körbe infolge Anstoßens
und Schleifens leicht Beschädigungen im Geflecht erleiden,
wodurch schließlich der ganze Korb auseinandergeht, empfiehlt
es sich, gefährdete Stellen besonders zu schützen. Dieser Schutz
geschieht zumeist durch an den oberen Rand mittels Draht aufge-
bundene Holzleisten. Weiterhin empfiehlt es sich, am Korbboden
in der Längsrichtung zwei möglichst dem Rande zu gelegene Leisten
anzubringen, die schräg abgestumpft sind. Schutz mittels
Leder oder umwickelter Textilabfälle hat sich nicht bewährt.
Im übrigen ist es üblich, daß man dem geflochtenen Korb am
oberen als auch am unteren Rand einen bis 3 cm starken und bis
5 cm hohen Wulst gibt und für diesen Wulst stärkere Weiden-
ruten verwendet, was auch in Abb. 74 zu sehen ist. Weiden-
ruten werden verwendet von Korbmachereien für Versandkörbe
in einer Rutenstärke von 2 mm bis zu 6 mm.
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