Handgriffe: Statt eines Handgriffes kann man bei eckigen
Körben gemäß Abb. 74 Grifflöcher anbringen, indem man an
den betr. Stellen das Geflecht ausspart. Nachteilig ist hier,
daß bei kleinen Gegenständen dieselben herausfallen können
und die Anordnung eines Griffloches der betr. Korbwand
den Halt nehmen kann.
Sonst werden Griffe direkt aus Korbgeflecht angeflochten
(siehe Abb. 73). Damit der Griff handlich ist, wählt man ihn
18 mm im Durchmesser bei größeren Packkörben. Die Anflechtung
eines solchen Handgriffes aus dem Korbgeflecht heraus ist nicht
immer einfach. Aus diesem Grunde werden oft Griffe gesondert
geflochten und durch Löcher des Korbes eingesetzt und an der
Innenseite des Korbes an einem Weidenspan, der hier gewisser-
maßen die Rolle eines Splintes übernimmt, festgeflochten.
Griffe aus glatten Lederriemenschlaufen sind unbequem und un-
gebräuchlich. Dagegen kommen Lederhandgriffe, rundes Profil
von etwa 12 mm Durchmesser häufiger vor, sind aber relativ
teurer. Strickhenkel stehen etwa im gleichen Preis wie Leder-
henkel, gelten als fester, sind aber bis jetzt noch selten anzu-
treffen.
Verschluß der Körbe: Versandkörbe werden sehr selten
mittels Korbdeckel verschlossen. Meistens wird der Inhalt mit
Jute oder Karton überdeckt und an den Korbrändern über den
Inhalt verschnürt. Oft geschieht diese Verschnürung auch ohne
vorheriges Einlegen von Karton und Jute. Sonst nimmt man
einen aus demselben Geflecht hergestellten Deckel. Das An-
bringen eines Scharniers am Korb ist selten und unpraktisch,
da es infolge der Eigenart des geflochtenen Korbes leicht aus-
reißt.
Fässer
Eine besonders häufige Art der Verpackung für bestimmte
Gegenstände und Flüssigkeiten ist das Faß. Man hat versucht,
die Form des Fasses in irgendeiner Art zu normen. In Amerika ist
man hierin am weitesten. Im übrigen bestehen aber in allen
Kxportstaaten die verschiedensten Formen. Folgende Tabelle
gibt die in Deutschland am häufigsten vorkommenden Faßarten
an. Es sind aus ihr auch Höhe, Bauchweite, Kopfweite und
der Rauminhalt der betr. Fässer zu ersehen. Konstruktiv ist
vor allen Dingen die Stärke und Breite der Dauben, die Stärke
der Böden und die Bereifung wichtig. Auch diese Zahlen sind für
die bekanntesten Fässer in die Tabelle aufgenommen. (Bezeich-
nungen siehe Abb. 75.)
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