verstaucht. Außer dem Sicken des Deckels empfiehlt es sich
zur Versteifung auch die zylindrische Seitenwand des Kanisters
absatzweise mit Sickenringen zu versehen.
Verschlüsse
Man teilt allgemein die Verschlüsse ein in den Scheibenverschluß,
— in der Praxis meist Stöpsel- oder Aufsteckverschluß
genannt, — den Klemmverschluß und den Schraubverschluß.
Der Stöpselverschluß (Abb. 114) ist in der Herstellung am
billigsten und dichtet wohl auch am besten ab, muß jedoch beim
Öffnen zerstört werden. Bei Anwendung für Öle und Benzin
wird auf die Öffnung ein Papier, darüber eine Blechscheibe
aufgelegt und mittels eines Handsickenapparates mit 3 Rollen
der Verschluß aufgefalzt.
Der Klemmverschluß geschieht derart, daß eine in Abb. 115
etwas übertriebene Bauchung dem Herausdrücken infolge elastischer
Federung entgegenwirkt. Der Schraubverschluß (Abb 116)
kann ebenso wie der Stöpselverschluß durch Einlegen von Gummidichtungen
luftdicht abgeschlossen werden, ist in der Herstellung
am teuersten, bei häufiger Verwendung, d. h. Öffnen und
Schließen des Verschlusses, jedoch weitaus am praktischsten
und haltbarsten.
Bei schwerflüssigen
Materialien, wie
z. B. bei Honig, muß
darauf gesehen werden,
daß die Ausgußöffnungentsprechend
groß, bei Honig etwa
8 cm im Durchmesser
ist. Bei Lack, der
Abb. 117. Kanisterverschluß für an seiner Oberfläche
Lackkanfster. oxydiertunddorteine
Hautbildet,empfiehlt
es sich, eine Abfüllöffnung
in der Nähe des
Bodens an der Seitenwand
mit Schrauben -
verschluß anzuordnen.
Der Lack wird
von oben eingefüllt
und dann der Deckel
Abb. 118. Anilin-Farben-Kanister-Verschluß. aufgefalzt. Die Haut
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