Full text: Wirtschaftliches Verpacken

der verschiedenen Formen eckige,, durch Falten von Pappen 
entstandene Kästen, sogenannte Faltschachteln, benutzt. 
Es wird hier im allgemeinen zwischen Hart- und Weichpackung 
unterschieden. Zur Hartpackung gehören die stehenden Schach- 
teln, zur Weichpackung die Falt- und Schiebeschachteln. Die 
Zigarettenpackungen sind. heute zum größten Teil als Hart- 
packung ausgebildet, jedoch wird bei billigeren Schachteln und 
auch infolge der jetzigen wirtschaftlichen Lage die Weichpackung 
mehr und mehr bevorzugt, insbesondere die Faltschachtel. 
Faltschachtel 
Die Faltschachtel wird heutzutage bei kleineren Mengen 
bedruckt unter der Stanze ausgestanzt und in den verschiedenen 
Arbeitsgängen gebogen. oder gerillt. Bei größeren Mengen 
kommen Sonderautomaten in Frage, die die Faltschachtel 
drucken, biegen, stanzen usw. und direkt von der Rolle arbeiten. 
Das Biegen der Kanten an den Faltschachteln geschieht 
entweder 
1. durch Vorritzen der nach außen kommenden Kante, 
2. durch Biegen mittels Maschinen, 
3. durch Rillen mittels Maschinen. 
Abb. 175—177. Biegen der Faltschachteln. 
Die Methode des Ritzens ist die billigste und geschieht durch 
Schieben der Pappe unter kreisrund laufende Messer. Nachteil 
dieser Bearbeitung ist der, daß hier bei häufigem Gebrauch 
die Schachteln an. den Kanten aufbrechen. 
Das Biegen ist die teuerste Bearbeitung, aber die sorgfäl- 
tigste (Abb. 175—177). 
Das Rillen ist etwas billiger als das Biegen, jedoch eignen 
sich nicht alle Pappsorten dazu. Es geschieht gleichfalls durch 
kreisrunde, aber nicht scharfe Messer, die zwei Rillen ‚an der 
oberen Kartonseite und eine dazwischen an der unteren ein- 
ziehen. Die obere Kartonseite wird die spätere Innenseite der 
Faltschachtel. Einige Risse von Faltschachteln zeigt Abb. 178. 
Hierbei ist zu bemerken, daß die Höhe der Einklappungsstücke 
bei großen Faltschachteln Z - 20, bei mittleren 5 +15 und 
70
	        
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