ist. Wie sich dagegen die Wellpapp-Packung bei feucht zu
versendenden oder feuchtempfindlichen Gegenständen verhält,
wäre zu untersuchen; es ist fraglich, ob man für derartige Sendungen
diese Packung empfehlen soll. Im Volumen und im
Gewicht liegt die Wellpappe für den Versand äußerst günstig.
Sie ist’in der Herstellung derartig billig, daß sich der Versand
von. Wellpappe auf größere Strecken hinaus kaum lohnt; deshalb
sind am Orte des Verbrauchs meist Wellpappfabriken angelegt.
Die Abb. 242 —244
zeigen einige Beispiele
von Packungen
mittelst Wellpappe-
Verpackung
einesdünnen ‚großen
und sehr stoßempfindlichen
Buches
Abb. 245. Mittels Wellpappe
Abb. 244. Flaschen- zeigt Abb. 242.
Wellpappen-Packung für Porzellan. packung Außen herum befinden
sich zwei Lagen
Wellpappe und an den Kanten noch ein U-förmig gebogener
Schutzstreifen aus Wellpappe. Diese Verpackung hat sich auch
bei. den schwierigsten Verhältnissen gut bewährt.
Die Verpackung hochstoßempfindlicher Flaschen in einem
Pappkarton mit Wellpappeinlage zeigt Abb. 243. Die Wellpappe
ist in ihrem geraden Teil mit dem Karton verleimt, während
sie in dem eingezogenen Teil lose ist und abfedert. Die Verpäckung
von Porzellangeschirr in doppelten Wellpappkartons
mit Wellpappzwischenlagen zeigt Abb. 244.
Interessant ist, daß auch die Stege aus doppelseitiger Wellpappe
bei größeren Packungen angefertigt sind. In der Regel
werden Wellpappschachteln und Kartons aus einem Stück hergestellt.
Bringt es der Zuschnitt mit sich, daß hierfür ein zu
großer Abfall in Frage kommt, so empfiehlt sich nach amerikanischem
Muster, die zu verschließenden Kartons mittels eines
Kaliko-Leinwandstreifens zu verkleben. Als Leim kommt hierfür
ein nicht wasserlöslicher Klebstoff in Frage. Bei uns in Deutschland
wird meistens mit Heftmaschinen und wenig mit Klebstoff
bei Wellpappe gearbeitet.
Eine recht interessante von der Loschwitzer Cartonnagenfabrik
zum Patent angemeldete Flaschenpackung zeigt Abb. 245.
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