Full text: Wirtschaftliches Verpacken

Kalanders erzeugt. Der Ausdruck ‚,maschinenglatt‘“ rührt 
davon her, daß das rauhe Papier direkt von der Papiermaschine 
durch zwei Walzen nochmals durchgeführt wird, ohne den 
Kalander zu passieren. Das maschinenglatte Papier ist deshalb 
nicht so glatt wie das geglättete Papier. 
In der Praxis werden meist die einseitig geglätteten Papiere 
verwendet, einmal deswegen, weil die nach. außen zu liegende 
Glätte der Packung ein vornehmes Äußere verleiht, dagegen 
kann der verpackte Gegenstand, der auf der rauhen Fläche zu 
liegen kommt, beim Einpacken nicht wegrutschen. Doppelseitig 
geglättetes Papier, wie z. B. Gardinenpapier, wird in der Textil- 
industrie verwendet. Hier spielt vor allen Dingen das olivgrüne 
Steinnußpapier infolge seiner Festigkeit und seiner geringen 
Stärke eine besondere Rolle. Der Preisunterschied zwischen 
rauhem und geglättetem Papier ist derartig gering, daß er bei 
der Berechnung nicht ins Gewicht fällt und unter 1% Hegt. 
Eine ganz eigenartige, sehr glatte Papiersorte ist das glasartig 
durchsichtige Celophan-Gelatin- oder Transparitpapier. Es han- 
delt sich hier um Papiere, die vollkommen durchsichtig, sehr 
sauber und glatt sind und namentlich zum Einschlagen von 
Schokoladen und anderen Schaupackungen verwendet werden. 
Diese Papiere, z. B. Celophan, werden in verschiedenen Stärken 
und Pressungen geliefert, sowohl ganz farblos, wie eben be- 
schrieben, als auch in verschiedenen durchsichtigen Farben. 
Die Stärke dieser Papierarten ist sehr gering, beginnt mit 0,02 mm 
und steigt in verschiedenen Stufen bis auf 0,16 mm. In den 
geringen Stärken wird es wie schon erwähnt benutzt. Die größeren 
Stärken werden hauptsächlich zur Anfertigung von Schieber- 
schachteln, durchsichtigen !Lüten, Dosen, Paßhüllen und dergl. 
verwendet. 
Das Wachspapier, das auch sehr glatt ist, besteht aus einem 
feinen pergamentartigen Papier, was in Paraffin- oder Wachs- 
masse getränkt ist. Es hat die besondere Eigenschaft, daß es 
sich luftdicht versiegeln läßt. Man fährt mit einem heißen 
Bügeleisen oder einer glatten heißen Platte über die Kanten 
des Einschlages, wodurch die Wachsschichten der beiden anein- 
ander liegenden Papiere zusammenschmelzen und luftdicht ab- 
schließen. 
) Es ist nicht ganz gleichgültig, wie Packpapier hergestellt 
wird. Manche Papiere, namentlich Seidenpapiere, die gut ge- 
bleicht sind, enthalten noch Reste von Chlor. Dieses Chlor 
würde Silber schwarz färben. Zum Kinschlagen von Silberwaren 
muß daher chlorfreies Seidenpapier verlangt werden. Zum Ein- 
Q77
	        
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