Full text: Die politische Ökonomie des Rentners

Der Wert der komplementären Güter (ZurechnungstheorIie) 103 
können nicht ersetzt werden. In diesem Falle ist 
jedes einzelne Stück der Träger des Gesamtwertes der gesamten 
Komplementärgruppe. 
N. Dieeinzelnen Glieder der Gruppe können 
auch‘ anderswo, außerhalb der ‘gegebenen 
Komplementärgruppe;, ihre Verwendung fin- 
den. „In diesem Fall schwankt der Wert des einzelnen Stücks 
nicht mehr zwischen ‚nichts‘ und ‚alles‘, sondern nur noch 
zwischen der Größe des Grenznutzens, den es 
isoliert zustiften imstande ist; als!Minimum, 
und der Größe des gemeinsamen Grenznutzens 
der übrigen Glieder, als Maxim um*.“ Angenom- 
men, drei Güter, A, B, C, bringen durch ihr Zusammenwirken 
einen Grenznutzen 100; angenommen ferner, daß außerhalb 
der Komplementärgruppe (d. h. bei einer anderen „Art des Ge- 
brauchs‘) ihr‘ „isolierter Wert‘ für A== 10; für B ==: 20) für 
C=30 ist; dann ist der „isolierte Wert‘ A gleich 10. Umgekehrt 
wird der Wert von A als Teil der Komplementärgruppe (voraus- 
gesetzt wird der „Ausfall‘‘ von A und der dadurch verursachte 
Zerfall der Gruppe) gleich 100 — (20430), d. h. gleich 50 sein. 
I. Einige Gruppenglieder können ersetzt 
werden. In diesem Fall tritt das Substitutionsgesetz in Kraft. 
Die allgemeine Formel für diesen Fall lautet: „Der Wert der 
ersetzlichen Glieder wird unabhängig von ihrer konkreten kom- 
plementären Verwendung auf eine bestimmte Höhe fixiert, mit 
der sie dann auch bei der Aufteilung des Gesamtwerts der Gruppe 
an die einzelnen Glieder partizipieren. Die Aufteilung geht nun- 
mehr in‘ der Art vor sich, daß aus dem durch den 
Grenznutzen der. gemeinsamen Verwendung 
bestimmten Gesamtwert. der. ganzen Gruppe 
zunächst den ersetzlichen Gliedern.ihr .fixer 
Wertzugeteiltund der — jenach der Größe des 
Grenznutzens variable. — Rest den nicht ver: 
tretharen Gliedern. als ihr Einzelwert. zuge; 
rechnet wird“*.“ So die Theorie der „ökonomischen Zu- 
rechnung‘ in allgemeinen Zügen. Zweifelsohne ist die „Zurech- 
nung‘ des Wertes eines Produkts zu den verschiedenen Produk- 
tionsfaktoren gewissermaßen ein real verlaufender psychologi- 
scher Prozeß*®, Insoweit wir es mit individuell - psychologi- 
1 Jb.:8.: 58. 
7. 1b: 8:59; 
ı * „Wenn man nach der wirtschaftlichen Praxis urteilen darf, so gibt es 
eine Regel der Aufteilung. Niemand bleibt praktisch dabei stehen, daß der
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.