Full text: Die politische Ökonomie des Rentners

Der Wert der Produktivgüter. Die Produktionskosten\ \“ 18707 
Genußgut A, dann ist es klar, daß vom Gute G, sich ‚der Grenz- 
nutzen des Gutes A ergibt. „Von der Gruppe G, hängt also, gemau 
wie vom Schlußprodukt A selbst, der KIEL dUn dieses letz- 
teren ab”°.“ So kommt Böhm-Bawerk zu folgen m-/ Satz: AR 
„Von allen sukzessive ineinander Wh@*rge- 
henden Produktivmittelgruppen entfernmterer 
Ordnung hängtiein und derselbe Wohlfahrts- 
gewinn/ ab; nämlich! der Grenznutzeniihres 
Schlußproduk tes"*.# Daraus: folgt: Zuerst‘ und: un- 
mittelbar prägt sich die Größe des Grenznutzens im Wert des 
Schlußproduktes aus. Dieser bildet dann die Richtschnur für den 
Wert der Gütergruppe, aus der es hervorgeht; dieser wieder für 
den Wert der Gütergruppe dritter, dieser endlich für den Wert 
der letzten Gruppe vierter Ordnung. Von Station zu Station ändert 
sich der Name des maßgebenden Elementes, aber in den ver- 
schiedenen Namen wirkt immer dieselbe Sache: Der Grenz- 
nutzen des Schlußproduktes®.‘“ Ein solcher Tatbestand ergibt 
sich, wenn wir den Umstand außer acht lassen, daß ein und das- 
selbe Produktionsmittel zur Produktion von verschiede- 
nen Genußgütern dienen kann und in der Tat auch meist 
dient. Nehmen wir an, daß das Produktivgut G, in drei verschie- 
denen Produktionszweigen gebraucht werden kann, wobei die 
Produkte A, B, C entstehen, mit den ihnen entsprechenden Grenz- 
nutzen von 100, 120 und 200 Werteinheiten. Böhm-Bawerk 
stellt dieselben Erwägungen wie bei der Wertanalyse der Genuß- 
güter an und folgert, daß der Verlust einer Gruppe der Produktiv- 
güter der Kategorie G, zur Verringerung desjenigen Produktions- 
zweiges führt, der das Produkt mit dem kleinsten Grenznutzen 
ergibt. Daraus folgt der Satz: „Der Wert der Produktiv- 
mitteleinheit richtet sich nach dem Grenz- 
nutzen und Werte desjenigen Produktes, wel- 
chesunter allen, zu deren Erzeugung die Pro- 
duktivmitteleinheit wirtschaftlicherweise 
hätte verwendet werden dürfen, den gering. 
sten Grenznutzen besitzt.“ Dieses Gesetz soll, nach 
Böhm-Bawerk, auch das „klassische“ Gesetz der Produktions- 
kosten erklären, und zwar soll der Wert derjenigen Güter, deren 
Grenznutzen nicht der geringste Grenznutzen ist (in unserem 
Beispiel die Gruppen B und C), nicht durch ihren CGrenz- 
° Böhm-Bawerk: „Grundzüge usw.“, S. 64. 
°° Böhm-Bawerk: „Grundzüge usw.“, S. 64. 
57; Ib. 18.65; 
58. ]b. 8:69;
	        
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