Die RKontokorrentabteilung. 113
Konto Loro“. Rechnungseinheit ist die Mark, Rechnungslegerin
unsere Bank. Die Bank, welche um Eröffnung eines Kontos
bittet, wird Kunde bei ihrem Korrespondenten. Dieser (Rech-.
nungsleger, Kontoführer) erteilt die Aufgaben über Anschaffungen,
Gutschriften usw., bestimmt die Valutierung, berechnet die
Provision und erteilt den Kontoauszug. Die das Konto beantragende
Bank trägt alle Risiken der Übermittlung im Überweisungsverkehr
!).
Nostro- und Lorokonten werden auch zwischen Inlandsinstituten
geführt, wenn etwa eine Provinzbank bei ihrer
Berliner Bankverbindung ein JKonto Nostro“ unterhält, während
die Berliner Bank zur Erledigung ihrer Geschäfte in der
Provinz dort ein Konto führen läßt, das die Provinzbank als
„Berliner Bank, Konto Loro“ bezeichnet.
Bei jeder größeren Filiale wird ein „Z entrale-Konto
N ost r o" für Dispositionen der Filiale bei der Zentrale und ein
„Zentrale-Konto Loro" für Verfügungen der Zentrale bei
der Filiale (Scheckgutschriften, Überweisungsaufträge usw.) geführt.
Auf Nostro konten im engeren Sinn werden die Eigengeschäfte
des Betriebes verbucht, z. B. Effekten- und Devisengeschäfte
für eigene Rechnung.
Die Konten des Kundenverkehrs sind immer Lorokonten,
die Abr echnungskonten (Reichsbank-, Notenbank-,
Postscheckkonto) immer Nosstrokonten, die Konten des
Bankenverkehrs können beides sein. Nach Loro und
Nostro unterschieden, entsteht folgende Gliederung der Personenkonten:
1. Loroabteilung: 2. Nostro abteilung:
a) Konten der Privatkunden, a) Abrechnungsbankenkonten,
b) Zentrale- und Filiale-Loro- b) Zentrale- und Filialen-Nokonten,
strokonten,
c) Inlands- und Auslandsban- c) Inlands- und Auslandsbanken-Lorokonten.
ken-Nostrokonten.
Der Gliederung der Kontokorrentabteilung muß die Spalteneinteilung
der Primanota möglichst angepaßt sein. Der Abtei-[ungsgliederung
S. 112 würden zwei bzw. drei Spalten in der
Primanota entsprechen (siehe System I, S. 128).
!) Vgl. Bankbilanzen a. a. O. S. 74 ff.
Kalv eram, Bankbuchhaltung.